10. Weltuniversitäts-Meisterschaft im Go an der Fudan-Universität zu Ende gegangen
Am 11. Juli ging an der Fudan-Universität in Shanghai die 10. Weltuniversitäts-Meisterschaft im Go zu Ende. 150 Spieler aus 101 Hochschulen und 37 Ländern und Regionen aller fünf Kontinente nahmen teil. Es war die bisher größte Ausgabe des Turniers und zugleich die erste, die auf dem Campus einer chinesischen Hochschule ausgetragen wurde.
im Go zu Ende. [Foto: Shanghai Observer]
Isabel Donle (2. Dan) von der Universität Heidelberg war zum ersten Mal für ein Go-Turnier nach China gekommen. Sie war schon früh durch ihre Eltern mit Go in Berührung gekommen und begann mit 13 Jahren, das Spiel systematisch zu erlernen. Heute trainiert sie mit Gleichgesinnten in der Go-AG der Universität Heidelberg.
Die Soziologiestudentin beschreibt Go als einen komplexen Denksport, „bei dem man sich ständig verbessern und immer neue Freude daran finden kann“. Für sie ist Go mehr als ein Spiel, denn es ist eine besondere Form der Verständigung: „Durch den Austausch auf dem Go-Brett entstehen besondere Verbindungen zu anderen Menschen.“
Donle sagte: „Go stammt aus China und hat eine tausendjährige Geschichte. Hier in China habe ich wirklich gespürt, wie bedeutend dieses Spiel ist.“ Mehrere chinesische Spieler hätten ihr erzählt, dass sie die erste Europäerin sei, gegen die sie je gespielt hätten. Das habe sie sowohl überrascht als auch sehr geehrt. Besonders beeindruckt war sie von der gemeinsamen Demonstrationspartie. Sie sagte: „Ich dachte eher an lokale Kämpfe, während mein Gegner immer das große Ganze im Blick hatte. Das ist eine völlig andere Denkweise.“
Chang Hao, Präsident des chinesischen Go-Verbands, betonte, dass das Turnier mehr jungen Menschen die Tür zu Go und damit auch zur chinesischen Kultur öffnen solle. Über diese globale Plattform könnten junge Menschen aus aller Welt einander besser kennenlernen und Freundschaften über Grenzen hinweg schließen.
Ein Beitrag von Shanghai Observer.