Festo bringt intelligente Fertigung einen Schritt weiter

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1993 gründete das deutsche Automatisierungsunternehmen Festo seine chinesische Gesellschaft in Jinqiao in der Pudong New Area. Heute ist das Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Euro seit mehr als 30 Jahren auf dem chinesischen Markt aktiv. Mit dem zunehmenden Einzug künstlicher Intelligenz in die Fabriken setzt Festo auf das Zusammenspiel von Pneumatik, elektrischer Antriebstechnik und digitalen Technologien, um intelligente Fertigung weiter voranzutreiben.

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Jiang Zuolin spricht im Interview. [Foto: China News Service]

​Jiang Zuolin, General Manager von Festo China, beschreibt den technologischen Ansatz des Unternehmens als die Integration von Pneumatik und elektrischer Antriebstechnik sowie die Verbindung von Hardware und Software. Für ihn liegt der Kern der Fabrik der Zukunft nicht in einer einzelnen Technologie, sondern darin, wie verschiedene davon effektiv zusammenspielen. Algorithmen müssten mit hochpräziser Antriebs- und Steuerungstechnik verknüpft werden, um Produktionssysteme effizienter und genauer zu machen.

Ein Beispiel dafür ist die Plattform Festo AX für vorausschauende Wartung. Mithilfe von Machine Learning analysiert sie Betriebsdaten von Anlagen und kann deren Zustand 7 bis 14 Tage im Voraus prognostizieren. Dadurch lassen sich ungeplante Stillstandszeiten um rund 40 Prozent reduzieren und die Kosten um mindestens 30 Prozent senken.

Shanghai spielt eine wichtige Rolle bei der Lokalisierung der Geschäftstätigkeit von Festo in China. 1993 gründete Festo hier seine chinesische Gesellschaft. 2021 wurde Festo (China) als regionaler Hauptsitz eines multinationalen Unternehmens anerkannt.

Auch die rasanten Veränderungen auf dem chinesischen Markt haben das Tempo der Produktentwicklung bei Festo erhöht. Jiang zufolge nimmt die Entwicklung eines Standardprodukts in Deutschland in der Regel 6 Monate bis 1 Jahr in Anspruch. In China erfolgen Produktiterationen dagegen häufig innerhalb weniger Wochen. Auch bei anspruchsvolleren Produkten dauert die Entwicklung meist nur einige Monate.

Heute arbeiten die Anwendungsingenieure im Asien-Pazifik-Technologiezentrum von Festo in Shanghai eng mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden zusammen und beschleunigen die Produktiterationen entsprechend den Anforderungen des chinesischen Marktes. Die Verbindung deutscher Technologie mit dem hohen Entwicklungstempo in China erweist sich für Festo als wichtiger Vorteil auf dem chinesischen Markt.

Mit Blick auf die Zukunft will Festo durch standardisierte Schnittstellen die Vernetzung von Hardware, Software und Algorithmen ermöglichen und eine offenere Automatisierung vorantreiben.

 

 

Quelle: China News Service