Nachhaltigkeit ist keine „Zusatzaufgabe“: Pragmatische Umsetzung multinationaler Unternehmen in China

german.shanghai.gov.cn
图片6.png
[Foto: China News Service]

​Multinationale Unternehmen in China setzen immer mehr auf pragmatische Umsetzung von Nachhaltigkeit in Bereichen wie sauberer Energie, grünem Konsum, ländlicher Entwicklung und Breitensport. Nachhaltigkeit werde zunehmend zum zentralen Treiber von strategischen Entscheidungen, Lieferkettenmanagement, Produktinnovation und Gestaltung des Gemeinwesens, so Experten. Unternehmen, die systemische Konzepte, konkrete Umsetzungspfade und lokale Verankerung verbinden, schaffen sich dadurch schwer zu kopierende Wettbewerbsvorteile.

Rund 8,7 Milliarden Euro investiert der deutsche Chemiekonzern BASF in Zhanjiang (Guangdong) in einen vollintegrierten Verbundstandort. Durch langfristige Ökostromverträge wird das Werk zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt. Die CO₂-Emissionen liegen damit um bis zu 50 Prozent unter denen vergleichbarer petrochemischer Anlagen.

Doch die Lieferketten werden nicht mehr nur punktuell, sondern ganzheitlich betrachtet. So betreibt das französische Unternehmen Veolia in Guangzhou ein Projekt zur Abscheidung von Industrieabgasen. Die Abwärme wird in Dampf und Strom umgewandelt, was eine jährliche CO₂-Reduktion von 200.000 Tonnen ermöglicht. McDonald's China hat gemeinsam mit elf Zulieferern die „Mailian“-Initiative zur Förderung regenerativer Landwirtschaft gestartet. Auf über 27.000 Hektar Ackerfläche werden Fruchtwechsel und Deckfruchtanbau praktiziert, um Bodenfruchtbarkeit zu schützen und Erosion zu vermeiden.

Soll Nachhaltigkeit beim Konsumenten ankommen, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, sie zugänglich zu machen. 2024 führte IKEA China einen Rückkauf- und Weiterverkaufsservice für rund 1.700 Produkte ein. Im Geschäftsjahr 2025 wurden fast 3.500 Möbelstücke zurückgenommen. Die Weiterverkaufsquote liegt bei 91 Prozent. Starbucks China baut mit dem Technologieunternehmen Envision Digital eine digitale Kohlenstoffmanagement-Plattform auf, die innerhalb von drei Jahren alle direkt beliefernden Lieferanten erfassen und den CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Kette berechnen soll.

Über Jahre hinweg beweisen multinationale Unternehmen auch Ausdauer bei der lokalen Wertschöpfung. Adidas unterstützt seit 16 Jahren den Beijing-Marathon und begleitet den Shanghai-Halbmarathon auf dem Weg zum Gold-Label-Status von World Athletics. Das Unternehmen schafft in mehreren Städten öffentliche Sporträume für Laufen, Fußball, Basketball und Skateboarding. Hyundai Motor etablierte in China die weltweit erste vollständige Wasserstoff-Brennstoffzellen-Wertschöpfungskette außerhalb Koreas. Gemeinsam mit dem chinesischen Partner Skywell brachte Hyundai 2025 den ersten 8,5 Meter langen Wasserstoffbus auf den Markt.

 

 

Ein Beitrag von China News Service.