Niedersachsen-Ministerpräsident in Shanghai: „Joint Venture 2.0“ treibt Auto-Zusammenarbeit voran
Vor kurzem besuchte der Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Niedersachsen mit einer Delegation Shanghai. Er führte vor Ort Gespräche und Besichtigungen bei Automobilherstellern wie SAIC Volkswagen durch.
Dies ist der zweite Besuch einer hochrangigen deutschen Delegation in Shanghai seit dem China-Besuch des deutschen Bundeskanzlers zu Beginn dieses Jahres. Er verleiht der vertieften Zusammenarbeit in der deutsch-chinesischen Automobilindustrie neue Dynamik.
Als Vorzeigeprojekt der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation wurde SAIC Volkswagen von der Volkswagen AG und der SAIC Group gemeinsam gegründet. Der Volkswagen-Konzern hat seinen Hauptsitz in Wolfsburg in Niedersachsen. Die Zusammenarbeit beider Seiten erstreckt sich bereits über mehr als vier Jahrzehnte.
Die chinesische Automobilindustrie durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Wandel mit technologischen Innovationen und neuen Geschäftsmodellen, während der Wettbewerb in der Industriewertschöpfungskette zunehmend intensiver wird.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens von SAIC Volkswagen brachte das Unternehmen die „Joint-Venture-2.0“-Strategie auf den Weg. Diese Strategie treibt die Zusammenarbeit von der Phase 1.0, die vom „Technologietransfer“ geprägt war, hin zu einer Phase 2.0, die auf der tiefen Integration von „globalem Know-how und chinesischer Geschwindigkeit“ basiert.
Die Strategie orientiert sich an den Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen in China und integriert lokale und globale technologische Ressourcen für Produktinnovationen. Sie setzt auf neue Technologien, Trends und Partnerschaften nach dem Prinzip „In China, für China“.
Für das Jahr 2026 plant SAIC Volkswagen die Einführung von sieben neuen Energiefahrzeugmodellen, die die drei Technologielinien reine Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride und Range-Extender abdecken. Die beiden Marken Volkswagen und Audi arbeiten dabei eng zusammen, um alle wichtigen Marktsegmente abzudecken.
Auf technologischer Ebene bündelt das Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsressourcen aus Deutschland und China. Der Fokus liegt auf Innovationen in den Bereichen intelligentes Fahren, intelligente Cockpits und Batterietechnologie. Dadurch soll die lokalisierte Innovationsfähigkeit weiter beschleunigt werden.
Auf der Produktionsebene werden digitale Fabriken, intelligente Logistiksysteme und Qualitätskontrollsysteme umfassend aufgerüstet.
Im Marktbereich werden durch eine diversifizierte Produktpalette die bisherigen Engpässe der Gemeinschaftsunternehmen im Bereich neuer Energien überwunden, wie ein zu begrenztes Produktspektrum und unzureichende Marktanpassungsfähigkeit.
Ein Beitrag von Wenhui Daily.