Schunk China: 20 Jahre im Gleichklang mit Chinas Fertigungsindustrie

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Seit über 20 Jahren ist das deutsche Familienunternehmen Schunk SE & Co. KG in China tätig. Es hat dabei eine dreistufige Entwicklung durchlaufen: von der Technologieverlagerung über die tiefgreifende Integration bis hin zur Rückführung von Innovationen nach Deutschland. Im September 2024 eröffnete Schunk in Shanghai eine neue Produktionsstätte und gab klar bekannt: „China wird das zukünftige Fertigungszentrum von Schunk.“

Dr. Simon Du, Geschäftsführer von Schunk China, blickte zurück: 2010 stammten 80 Prozent des Geschäfts von Schunk in China aus Spannzeugen, während die Automatisierung nur 20 Prozent ausmachte. Bis 2025 hatte sich dieses Verhältnis umgekehrt, denn die Automatisierung trug nun 80 Prozent zum Umsatz bei. Dieser Wandel spiegelte die Transformation der chinesischen Fertigungsindustrie von der reinen „Verarbeitung“ hin zur „intelligenten Fertigung“ wider.

Die Lokalisierung von Schunk durchlief drei Phasen: Zu Beginn wurde die deutsche Technologie eins zu eins übernommen. In der zweiten Phase folgte eine an den spezifischen Bedarf chinesischer Kunden angepasste Entwicklung. In der aktuellen Phase beginnt Schunk China, den deutschen Hauptsitz zu beliefern - insbesondere im Bereich elektrischer Antriebe - und sich als wichtiger Lieferant in der Lieferkette zu etablieren.

Auf die Frage, warum Schunk trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin massiv in China investiert, antwortete Dr. Simon Du: „Wenn deutsche Unternehmen den chinesischen Markt aufgeben, werden sie in Zukunft wahrscheinlich weder in anderen Ländern noch im eigenen Heimatmarkt Chancen haben.“ Mit der Eröffnung des neuen Werks gehört zudem die Zeit der angemieteten Büroflächen bei Schunk China nun der Vergangenheit an.

Darüber hinaus hat Schunk das deutsche duale Ausbildungssystem eingeführt, um junge lokale Ingenieure auszubilden. Dr. Simon Du gab ihnen mit auf den Weg: „Kombiniert Kommunikationsfähigkeit mit Problemlösungsmethoden, dann wird euch nichts aufhalten.“

 

 

Ein Beitrag von China News Service.