KSB-Chef besucht zuerst Shanghai: „China-Tempo“ führt Welt an
Die KSB Group (KSB SE & Co. KGaA), einer der weltweit führenden Pumpenhersteller aus Deutschland, hat kürzlich ihre vorläufigen Geschäftsergebnisse für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach stieg der globale Auftragseingang währungsbereinigt um 5,6 Prozent auf 3,203 Milliarden Euro, der Umsatz wuchs um 5,0 Prozent auf 3,035 Milliarden Euro und erreichte damit einen historischen Höchstwert. Das voraussichtliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern übertraf mit 252,1 Millionen Euro ebenfalls das Vorjahresniveau.
Ein Unternehmenssprecher bezeichnete das Geschäftsjahr 2025 als das beste in der Firmengeschichte. Diese Erfolge wären ohne den chinesischen Markt nicht möglich gewesen. „China ist für uns der wichtigste Markt außerhalb Deutschlands“, sagte Dr. Harald Schwager, der neu ernannte Vorsitzende des Aufsichtsrats der KSB Group.
Am 31. März wählte Schwager das KSB-Werk in Shanghai als erste Station seiner Auslandsreise nach Amtsantritt, um sich persönlich ein Bild von den neuesten Entwicklungen vor Ort zu machen. War China früher vor allem als globale Produktionsbasis und Fertigungsstandort für das deutsche Unternehmen bekannt, so kehrt sich der Technologietransfer heute zunehmend um.
„Der chinesische Markt verändert sich rasant. Viele Technologien entwickeln sich hier schneller als anderswo – etwa die weltweit größten Pumpen für Kraftwerksblöcke, die von KSB Shanghai gefertigt werden. Das gibt es nirgendwo sonst“, erklärte He Jun, Regionalvorstand von KSB für Nordasien.
Neben der Produktinnovation setzt KSB Shanghai zunehmend auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. So wird etwa das Softwaretool „KSB Guardian“ zur vorausschauenden Wartung mittlerweile weltweit im Konzern eingesetzt. In der Angebotserstellung werden bereits 40 Prozent der Angebote KI-generiert, auch in der Produktionssteuerung übernimmt Künstliche Intelligenz zunehmend Aufgaben.
In den vergangenen fünf Jahren hat KSB seine Investitionen in China um 320 Millionen Yuan erhöht. Davon entfallen 73 Millionen Yuan allein auf die lokale Produktentwicklung, was dem 4,8-Fachen der vorangegangenen 25 Jahre entspricht. China hat sich damit aus Sicht des Konzerns von einer reinen Produktionsbasis zu einem Innovationsstandort gewandelt.
„In Zukunft werden wir vielleicht nicht immer betonen, dass KSB ein deutsches Unternehmen ist. Ich hoffe, dass wir eher als globales Unternehmen wahrgenommen werden“, sagte Ralf Kannefaß, Vertriebsvorstand der KSB Group und Vorsitzender des Aufsichtsrats von KSB Shanghai.
Viele ausländische Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass sich Chinas schnelle Entwicklung, der wachsende Talentpool und die rasanten technologischen Fortschritte gegenseitig verstärken. „Wer auf China setzt, setzt auf die Zukunft“, so Kannefaß. In Zeiten globaler Unsicherheiten bleibt Shanghai als Innovations- und Talenthochburg ein einzigartig attraktiver Standort.
Ein Beitrag von Jiefang Daily.