Zeiss startet Bauprojekt für Greater-China-Hauptquartier in Shanghai

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Die Visualisierung des integrierten Komplexes des Greater-China-Hauptquartiers der Carl Zeiss
Group. [Foto mit freundlicher Genehmigung von Zeiss]

​Die deutsche Carl Zeiss Group, bekannt für ihre fortgeschrittenen Technologien im Bereich Optik, hat am 7. Februar in der Freihandelszone Waigaoqiao in der Pudong New Area mit dem Bau des integrierten Komplexes für den Greater-China-Hauptsitz begonnen.

Mit einer geplanten Baufläche von über 50.000 Quadratmetern gilt dieses Projekt als die größte Infrastrukturinvestition von Carl Zeiss seit ihrem Markteintritt in China vor fast 70 Jahren.

Martin Fischer, Präsident und CEO von Carl Zeiss Greater China, sagte: „Auch wenn derzeit viel über die konjunkturelle Verlangsamung diskutiert wird, bleibt die strategische Entwicklung auf dem chinesischen Markt langfristig vielversprechend.“

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Martin Fischer spricht bei der Eröffnungszeremonie des Bauprojektes. [Foto mit freundlicher
Genehmigung von Zeiss]

​Er fügte hinzu: „Wir sehen enormes Potenzial in diesem Markt: Zahlreiche Hochschulabsolventen, insbesondere Ingenieure in den MINT-Fächern, strömen jährlich auf den Arbeitsmarkt. Auch die Bevölkerung ist riesig, der Marktraum entsprechend weit. Die chinesische Regierung verfolgt langfristige Entwicklungspläne und setzt diese mit systematischen Maßnahmen um.“

Hinzu kämen ein gut ausgebautes Lieferkettensystem und ein stabiles, geordnetes Geschäftsumfeld. Für ihn sei eine Investition in China daher eine kluge Entscheidung, die keiner langen Abwägung bedürfe.

Aus Sicht von Fischer erkunden derzeit zwar viele global aufgestellte Unternehmen auch Märkte wie Indien, Südostasien und Indonesien, und einige ziehen diese durchaus zum Vergleich mit dem chinesischen Markt heran. „Doch meiner Einschätzung nach ähneln diese Märkte China zwar alle im Hinblick auf ihr Wachstumspotenzial, doch der chinesische Markt weist einen vergleichsweise hohen Reifegrad auf. Was die industrielle Stärke betrifft, verfügt China über ein ausgereiftes Fertigungssystem. Im Bereich Innovationsfähigkeit ist der Vorteil Chinas gegenüber anderen aufstrebenden Märkten besonders deutlich. Um ehrlich zu sein: In den Bereichen Realwirtschaft, Komponentenfertigung und Entwicklung physischer Produkte ist die Besonderheit des chinesischen Marktes derzeit recht ausgeprägt“, so Fischer.

Derzeit befinde sich Carl Zeiss in einer Phase mit hohen Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Rund 15 Prozent des weltweiten Umsatzes flössen in Innovation und Entwicklung. Daher liege der Fokus von Carl Zeiss gegenwärtig und zukünftig auf disruptivem sowie exponentiellem Wachstum. Umso mehr werde der chinesische Markt damit zu einem strategischen Schlüsselmarkt, den man sich nicht entgehen lassen dürfe.

„In vielen unserer Geschäftsbereiche und Produkte kommt KI zum Einsatz. Wir sind sowohl Wegbereiter der KI-Industrie als auch Anwender von KI-Technologien. In vielerlei Hinsicht sind wir auf Kooperationen mit chinesischen Unternehmen angewiesen. Beispielsweise haben wir in einem Mikroskop für die Routine-Diagnostik chinesische KI-Software mit unseren eigenen Produkten kombiniert und so eine marktreife Lösung entwickelt.“

„China ist bei KI-Anwendungen tatsächlich äußerst fortschrittlich, daher sind derartige Kooperationen äußerst sinnvoll. Dies ist auch einer der Gründe, warum wir den neuen Großchina-Hauptsitz von Carl Zeiss errichten. Wir möchten näher an Chinas rasch wachsendes Innovationsökosystem heranrücken, insbesondere an die dortigen KI-Innovationen“, so Fischer.

 

 

Ein Beitrag von Jiefang Daily.