Sonova bringt mit chinesischer Innovation Nutzern weltweit Vorteile

german.shanghai.gov.cn

Sonova, Weltmarktführer für Hörlösungen, hat seinen Hauptsitz in Stäfa, Schweiz. Das Unternehmen ist in den vier Geschäftsbereichen Consumer Hearing, Hörgeräte, Hörakustik sowie Cochlea-Implantate tätig und in über 120 Ländern und Regionen vertreten.  Es ist seit fast 30 Jahren in China aktiv und hat seinen China-Hauptsitz heute in Shanghai.

„Besonders beeindruckt hat mich die Geschwindigkeit der Innovationen in China, vor allem wie schnell Anwendungen der Künstlichen Intelligenz hier umgesetzt werden“, sagte Anders Rosengren, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung bei Sonova, kürzlich in einem Exklusiv-Interview.

Sonova 1.png
Das Foto zeigt einen Innenraum des Sonova-Konzerns in Shanghai. [Foto: Shanghai Observer]

​Er reiste bereits im ersten Monat des Jahres 2026 nach China. Dies zeigt deutlich, wie sehr dieses multinationale Unternehmen den chinesischen Markt schätzt. „Wir erwarten, dass das Innovationszentrum in China noch mehr Inspiration und Innovationen hervorbringt. Die Lösungen und Erkenntnisse, die in China erfolgreich getestet wurden, fließen in unsere globalen Produktlinien ein. So kommen Innovationen aus China den Nutzern weltweit zugute.“

Er sagte, es gebe hier zahlreiche Fachkräfte im Bereich Forschung und Entwicklung, darunter Ingenieure und Algorithmus-Experten. Das sei entscheidend für die Weiterentwicklung der Hörbranche und übertreffe alles, was er sich zuvor vorgestellt habe.

Rosengren besuchte auf seiner Chinareise zahlreiche Städte von Süd bis Nord und führte intensive Gespräche mit lokalen Teams, Kunden und Partnern. Er betonte: „Wir sind sehr daran interessiert, die besonderen Lebensumstände und technologischen Erwartungen von Menschen mit Hörverlust in China besser zu verstehen. Diese Informationen aus erster Hand helfen uns, unsere weitere Expansion in China gezielt zu planen und weitere Möglichkeiten zu finden, globale F&E-Kompetenz mit chinesischer Innovation zu verbinden.“

Sonova 2.png

​Das Porträt von Anders Rosengren. [Foto: Shanghai Observer]

 

Die Nationale Gesundheitskommission, die Nationale Behörde für Traditionelle Chinesische Medizin, die Nationale Behörde für Prävention und Kontrolle von Krankheiten sowie der Chinesische Behindertenverband haben gemeinsam die „Leitlinien zur Förderung der Ohren- und Hörgesundheit“ herausgegeben. Damit wird die Ohren- und Hörgesundheit erstmals in den nationalen Gesundheitsstrategierahmen aufgenommen.

„Die Förderung durch die Politik eröffnet uns große Marktchancen“, so Rosengren. Die besonderen Chancen auf dem chinesischen Markt sieht er in der hohen Innovationsgeschwindigkeit und dem digitalen Ökosystem. „China ist nicht nur ein wichtiger Absatzmarkt, sondern auch eines der führenden Innovationszentren für Spitzentechnologie. Darüber hinaus bietet das Land reichlich klinische Ressourcen für richtungsweisende Forschungskooperationen. Sonova hat bereits ein Innovationszentrum in Shanghai eröffnet. Künftig wollen wir noch enger mit Chinas Forschungs-, Bildungs- und Industrielandschaft zusammenarbeiten, insbesondere mit lokalen Hochschulen, Technologieunternehmen und Start-ups.“

Er erklärte auch: „Jede Technologie durchläuft ihre eigene Reifekurve. Nach einem langsamen Anstieg folgt ein steiler Anstieg. Aus unserer Sicht hat der Einsatz von KI die Wachstumskurve der Hörtechnologie neu gestartet. Und dieser Neustart befindet sich noch in einer relativ frühen Phase.“

Während der Importmesse im letzten Jahr präsentierte Sonova mit seiner Marke Phonak das weltweit erste intelligente Hörgerät mit einem speziell für das Hören entwickelten KI-Chip. Dieser von Phonak selbst entwickelte KI-Supercomputing-Chip DEEPSONIC durchbricht das Rechenleistungslimit von DNN (Deep Neural Network) auf der Geräteseite und ermöglicht eine exponentielle Steigerung der Rechenleistung. In Kombination mit dem hochreaktiven ERA-Chip realisiert er eine präzise Trennung von Störgeräuschen und Sprache.

 

 

Ein Beitrag von Shanghai Observer.