Actionsport auf einem neuen Niveau
Unter dem Jubel des Publikums gingen am Sonntag mit den letzten Läufen im Frauenfinale des UCI-BMX-Freestyle-Park-Weltcups die viertägigen FISE World Series Shanghai 2026 zu Ende.
Die Veranstaltung fand zum dritten Mal in Folge am Westbund in Xuhui statt. Erstmals war das gesamte Gelände frei zugänglich und der Eintritt kostenlos. Die Wettkampfstätten wurden in die Uferbereiche und Geschäftsflächen integriert.
von vier Tagen 400.000 Besuche. Bei freiem Eintritt bietet die Veranstaltung
neben den Wettkämpfen auch zahlreiche Freizeitangebote. [Foto: China Daily]
Das Sportfest auf einer Fläche von 180.000 Quadratmetern verzeichnete innerhalb von vier Tagen insgesamt 400.000 Besuche, rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das urbane Sportfestival umfasste 18 Wettbewerbe in fünf Sportarten: BMX-Freestyle, Skateboarding, Breaking, Freestyle-Scootering und Inlineskating. Zu den Höhepunkten zählten der UCI-BMX-Freestyle-Park-Weltcup und der UCI-BMX-Freestyle-Flatland-Weltcup. Beide lockten die jeweils zehn besten Fahrer und Fahrerinnen der Welt an.
Auch Deng Yawen, Olympiasiegerin von Paris, war vor Ort.
Vor heimischem Publikum standen jedoch vor allem die chinesischen Fahrerinnen und Fahrer im Rampenlicht.
Im Park-Finale der Frauen holte sich Weltmeisterin und Asienspiele-Siegerin Sun Sibei erneut den Titel. Sun Jiaqi gewann Silber und machte damit den chinesischen Doppelsieg perfekt. Die Australierin Natalya Diehm wurde Dritte.
„Bei einem Wettkampf zu Hause spürt man die Begeisterung des Publikums unmittelbar und erhält sofort eine Rückmeldung“, sagte Sun Sibei. Der offene Parcours am Flussufer habe zusätzliche Herausforderungen und Unwägbarkeiten mit sich gebracht, fügte sie hinzu. Genau das mache einen Teil des Reizes von Extremsport aus.
Der chinesische Nachwuchsfahrer Liu Haoran gewann zum dritten Mal in Folge den Park-Titel bei den Junioren. Zudem trat er im Spine-Ramp-Wettbewerb der männlichen Profis an und erzielte dort seine persönliche Bestleistung.
Hu Yihan gewann den BMX-Spine-Ramp-Jam der Profi-Frauen. Cao Yihuan siegte im Skateboard-Spine-Ramp-Jam der offenen Frauenklasse. Wu Yuer führte im BMX-Park-Wettbewerb der offenen Frauenklasse einen chinesischen Dreifacherfolg an.
Bei den Männern gingen beide Weltcup-Titel an japanische Fahrer. Die Ungarin Veronika Kádár gewann den Flatland-Titel bei den Frauen.
„Der größte Durchbruch ist der Wandel von einem relativ abgeschlossenen Profiwettkampf zu einem urbanen Sportfest, das allen offensteht“, sagte Song Yulin, Generaldirektorin der Hurricane Group für den asiatisch-pazifischen Raum.
Sie betonte, dass „niedrigere Zugangshürden dem Publikum ein umfassendes, interaktives Freizeit- und Zuschauererlebnis ermöglichen“.
Ziel sei es gewesen, die Besucher länger auf dem Gelände zu halten, sagte sie. Vom Aufwärmen am Morgen bis 22 Uhr hätten Wettkämpfe und Freizeitangebote parallel stattgefunden.
„FISE bietet nicht nur einen Wettkampf, sondern eine ganze urbane Sportkultur“, fügte sie hinzu.
Auch die Veranstaltungsorte brachen mit Konventionen. „Anstatt die Disziplinen auf abgeschlossene Wettkampfgelände zu beschränken, haben wir sie in diesem Jahr in die Uferlandschaft eingebettet“, sagte Gautier Vannereau, Veranstaltungsleiter von FISE Shanghai und Leiter der Veranstaltungsplanung bei der Hurricane Group.
Der BMX-Flatland-Weltcup wurde erstmals auf einer Wasserfläche ausgetragen: Am Anleger des West Bund Dream Centers demonstrierten die Fahrerinnen und Fahrer vor der Kulisse des Huangpu-Flusses ihr Gleichgewicht und ihre Kontrolle über das Rad.
Im Dome Art Center ließ der „Fusion Park“ die Grenzen zwischen traditionellen Street- und Park-Parcours verschwimmen. Graffiti-Künstler schufen dort zudem live ihre Werke.
Abseits der Wettkämpfe verwandelten Kletterwände, riesige Trampoline, Pickleball und Skateboard-Wettbewerbe für Haustiere sowie mehr als 100 Markenstände das Ufer in ein Festgelände, auf dem die Besucher verweilen, spielen und miteinander ins Gespräch kommen konnten.
Quelle: China Daily