Zentrale Maßnahmen Shanghais zur Förderung von Innovationen im Dienstleistungshandel

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Shanghai hat einen Plan zum Aufbau einer nationalen Demonstrationszone für die innovative Entwicklung des Dienstleistungshandels veröffentlicht.

Das Volumen des Dienstleistungshandels der Stadt soll bis 2027 auf 270 Milliarden US-Dollar steigen und bis 2030 die Marke von 300 Milliarden US-Dollar überschreiten. Damit will sich Shanghai zu einem weltweit einflussreichen Zentrum für diesen Sektor entwickeln.

Modernisierung zentraler Dienstleistungssektoren

Zur Verbesserung der Verkehrsdienstleistungen wird Shanghai seine Kapazitäten im internationalen Transitverkehr ausbauen. Fluggesellschaften sollen dabei unterstützt werden, das Passagiertransit- und Frachtumschlagvolumen zu erhöhen und die Effizienz des intermodalen Verkehrs zu verbessern. Zudem soll die Nutzung elektronischer Dokumente in Schifffahrt, Handel und Finanzwesen ausgeweitet werden.

Shanghai wird außerdem multinationale Unternehmen dabei unterstützen, weitere Funktionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Finanzmittelverwaltung, Investitionsentscheidungen, Beschaffung und Vertrieb, Lieferkettenmanagement sowie Shared Services zu bündeln.

Anwaltskanzleien sollen dazu ermutigt werden, ausländische Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte als Berater für ausländisches Recht zu beschäftigen. Zugleich werden chinesische und ausländische Kanzleien dabei unterstützt, gemeinsame Geschäftsstellen in der Pilot-Freihandelszone China (Shanghai) und der dazugehörigen Lingang New Area einzurichten.

Zur Förderung der Reisedienstleistungen und des Konsums durch ausländische Besucher wird Shanghai die integrierte Entwicklung von Kultur, Handel, Tourismus, Sport und Messewesen vorantreiben. Die Stadt wird ihre mobile Plattform für die Mehrwertsteuerrückerstattung bei der Ausreise weiter ausbauen und die Dienstleistungen von Easy Go, einer integrierten Serviceplattform für einreisende Besucher, verbessern.

Entwicklung neuer Formen des Dienstleistungshandels

Im Bereich Biomedizin wird Shanghai die weltweite Registrierung und Zertifizierung innovativer Arzneimittel, moderner chinesischer Arzneimittel und hochwertiger Medizinprodukte unterstützen, damit diese Produkte auf ausländischen Märkten vertrieben werden können. Darüber hinaus soll die internationale Zusammenarbeit im Bereich biomedizinischer Innovationen ausgebaut werden. In der Pilot-Freihandelszone China (Shanghai) wird versuchsweise ein erweiterter Marktzugang für die Entwicklung und Anwendung genbasierter Diagnose- und Behandlungstechnologien eingeführt.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz wird Shanghai Unternehmen und Institutionen dazu ermutigen, Forschungs- und Entwicklungszentren, Open-Source-Plattformen und gemeinsame Labore einzurichten. Zudem soll der Einsatz von KI im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich und bei professionellen Dienstleistungen gefördert werden.

Im Datenhandel wird die Stadt die regelkonforme Nutzung spezieller grenzüberschreitender Datenleitungen unterstützen und unter Gewährleistung der Datensicherheit Mehrwertdienste für Daten aus dem Ausland anbieten. Darüber hinaus soll das internationale Segment der Shanghaier Datenbörse weiterentwickelt werden.

Bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen wird Shanghai den Handel mit Massengütern weiter internationalisieren, mehr Termin- und Optionsprodukte unmittelbar für ausländische Händler zugänglich machen und die Zusammenarbeit im Dienstleistungshandel zwischen der Finanzstadt Lujiazui und der City of London vertiefen.

Erleichterung grenzüberschreitender Ströme

Shanghai wird branchenspezifische Negativlisten für die grenzüberschreitende Übermittlung von Daten ausarbeiten und stadtweit anwenden. Multinationale Unternehmen, die die entsprechende Prüfung oder Zertifizierung bestanden haben, dürfen personenbezogene Daten innerhalb ihrer Unternehmensgruppen frei grenzüberschreitend übermitteln. Außerdem wird die Stadt ihre Beratungsangebote zu diesen Negativlisten verbessern.

Shanghai wird den Einsatz der Identitätskarte für ausländische Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht weiter ausbauen. Dies betrifft vor allem wichtige öffentliche und behördliche Dienstleistungen.

Die Stadt wird die Ein- und Ausreise sowie den Aufenthalt und die Niederlassung ausländischer hochqualifizierter Fachkräfte, ausländischer Führungskräfte und hochrangiger technischer Fachkräfte erleichtern. Gleiches gilt für ausländische Staatsangehörige, die für Wirtschafts- und Handelsaktivitäten nach Shanghai kommen, sowie für ihre Familienangehörigen. Darüber hinaus soll der Einsatz elektronischer Visa am Einreiseort ausgeweitet und das listenbasierte System zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen weiter verbessert werden.

Geschäftsbanken dürfen grundsätzlich Deviseneinnahmen und -zahlungen aus dem Dienstleistungshandel bis zu einem Gegenwert von 50.000 US-Dollar je Transaktion abwickeln. Voraussetzung hierfür ist, dass sie eine angemessene Sorgfaltsprüfung durchgeführt haben; in diesem Fall ist keine Prüfung der Transaktionsunterlagen erforderlich. Banken sollen zudem dabei unterstützt werden, hochwertigen Unternehmen im Dienstleistungshandel einfachere grenzüberschreitende Zahlungs- und Abrechnungsdienste anzubieten.

Förderung einer Öffnung auf hohem Niveau

Shanghai wird die Umsetzung der Negativliste für den grenzüberschreitenden Dienstleistungshandel in der Pilot-Freihandelszone China (Shanghai) kontinuierlich vorantreiben. Zudem wird die Stadt die Anforderungen an Lizenzen, Qualifikationen und technische Standards an das Referenzpapier zur innerstaatlichen Regulierung von Dienstleistungen der Welthandelsorganisation angleichen.

Darüber hinaus wird die Stadt versuchsweise ein Modell nach dem Prinzip „eine Prüfung, mehrere Zertifizierungen“ für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, neuartige Energiespeicher und Photovoltaikprodukte einführen. Dadurch soll eine einzige Prüfung mehrere Zertifizierungen ermöglichen, die in verschiedenen Ländern anerkannt werden.

 

 

Ein Beitrag der Städtischen Handelskommission von Shanghai.