Anwendungsbereich der Negativliste für grenzüberschreitende Datentransfers auf gesamtes Stadtgebiet ausgeweitet
Shanghai veröffentlichte am 24. April vorläufige Maßnahmen zur Verwaltung der Negativliste für grenzüberschreitende Datentransfers und weitete deren Geltungsbereich von der Pilot-Freihandelszone China (Shanghai), der Lingang New Area und den nationalen integrierten Pilotzonen für die Erweiterung der Öffnung des Dienstleistungssektors in Shanghai auf das gesamte Stadtgebiet aus.
Die Negativliste wurde erstmals im Februar 2025 für die Pilot-Freihandelszone China (Shanghai) und die Lingang New Area eingeführt.
Im Rahmen der Negativliste werden bestimmte Datenszenarien und -kategorien identifiziert, die Compliance-Verfahren für grenzüberschreitende Datentransfers erfordern. Daten, die nicht in der Negativliste enthalten sind, können gesetzeskonform frei und geordnet über Grenzen hinweg fließen, ohne dass zusätzliche Anmeldungen oder Erklärungen erforderlich sind.
Die neu veröffentlichte Negativliste umfasst vier Schlüsselbereiche: Rückversicherung, internationale Schifffahrt, Handel und Meteorologie. Sie beinhaltet neun spezifische Anwendungsszenarien, 29 Datenunterkategorien und 109 Datenelemente.
Dies vereinfacht für Unternehmen die Verfahren für grenzüberschreitende Datentransfers und reduziert die Bearbeitungszeit sowie die Compliance-Kosten erheblich.
Unternehmen können detaillierte Informationen zu den Richtlinien für grenzüberschreitende Datentransfers auf der Website „Government Online-Offline Shanghai“ abrufen.
Auf Shanghai entfallen derzeit etwa 40 Prozent der landesweit abgeschlossenen Sicherheitsbewertungen für grenzüberschreitende Datentransfers sowie der Meldungen von Standardverträgen für grenzüberschreitende Übermittlungen personenbezogener Daten. Damit belegt die Stadt landesweit den ersten Platz.
Die Stadt beherbergt nahezu 80.000 ausländisch finanzierte Unternehmen sowie etwa 1.700 regionale Hauptsitze und Forschungs- und Entwicklungszentren multinationaler Konzerne. Diese Organisationen sind für Marktanalysen, Produktentwicklung und Kundendienst auf grenzüberschreitende Datenflüsse angewiesen.
Laut der Cyberspace-Verwaltung Chinas darf Shanghai auch offiziell veröffentlichte Negativlisten für grenzüberschreitende Datentransfers aus anderen geeigneten Regionen heranziehen und anwenden.
Die Shanghaier Cyberspace-Verwaltung wird weiterhin den Bedarf der Branchen bewerten und mit weiteren Branchenregulierungsbehörden zusammenarbeiten, um zusätzliche Negativlisten für grenzüberschreitende Datentransfers zu entwickeln.
Das Negativlistensystem soll eine zentrale Säule für Shanghai werden, da die Stadt dabei ist, Datensicherheit mit hochrangiger Öffnung und hochwertiger Entwicklung in Einklang zu bringen.
Ein Beitrag von Shanghai Observer.