Jangtse-Flussdelta setzt auf integrierte grüne Entwicklung
[Foto von VCG]
Während des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) bleibt das Demonstrationsgebiet im Jangtse-Flussdelta ein Vorreiter. Dort werden weiterhin institutionelle Reformen und abgestimmte Innovationen für integrierte ökologische und grüne Entwicklung vorangetrieben. Dies gaben Regierungsvertreter auf einer Pressekonferenz am 29. Januar bekannt.
Gu Jun, Direktor der Städtischen Kommission für Entwicklung und Reform von Shanghai und Leiter des Exekutivausschusses des Demonstrationsgebiets, sagte, im 15. Fünfjahresplan liege der Schwerpunkt auf der kohlenstoffarmen Transformation traditioneller Industrien. Die grünen und kohlenstoffarmen Industrieverbände sollten geprüft werden und ein integriertes System für die Kontrolle und das Management des CO₂-Emissionsbudgets in den Schlüsselindustrien sollte aufgebaut und kontinuierlich optimiert werden.
In den kommenden Jahren strebe die Region substanzielle Fortschritte bei neuen Informationstechnologien und grünen Werkstoffen an. Zudem werde die Entwicklung von KI und zukunftsorientierten Energien aktiv vorangetrieben, betonte Gu.
Am 23. Januar wurde offiziell ein Hightech-Industrieentwicklungsgebiet innerhalb des Pilotgebiets genehmigt. Es konzentriert sich vorrangig auf drei strategische zukunftsweisende Industrien: die Digitalindustrie, die intelligente Fertigungsindustrie sowie grüne neue Werkstoffe. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf der Anziehung der Hauptquartiere multinationaler Unternehmen und grünen wissenschaftlich-technischen Innovationsdienstleistungen.
Laut Gu sollen während des 15. Fünfjahresplans wichtige Rechenzentrumsprojekte im Demonstrationsgebiet in Betrieb genommen werden, um die Transformation und Innovation der Industrien zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem die intelligente Rechenbasis von Alibaba im Jangtse-Flussdelta, das 5G-Rechenzentrum von China Mobile für die Region sowie das Rechenzentrum von China Telecom in Wujiang.
Das Demonstrationsgebiet besteht aus dem Bezirk Qingpu im Südwesten Shanghais, dem Bezirk Wujiang in Suzhou im Süden der Provinz Jiangsu sowie dem Kreis Jiashan im Nordosten der Provinz Zhejiang. Es wurde 2019 eingerichtet, um die integrierte Entwicklung des Jangtse-Flussdeltas besser zu fördern. Diese wurde im November 2018 zur nationalen Strategie erhoben.
Seit seiner Gründung hat das Gebiet ein starkes Wachstumsmomentum gezeigt. Insbesondere während des 14. Fünfjahresplans (2021–2025) erreichte es eine jährliche nominale Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7,3 Prozent. Das BIP des Gebiets belief sich im vergangenen Jahr auf 571,6 Milliarden Yuan (ca. 82,3 Milliarden US-Dollar).
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 56,43 Milliarden Yuan in den Bau wichtiger Projekte im Gebiet investiert, was 111,3 Prozent des ursprünglichen Plans entspricht.
In den vergangenen fünf Jahren hat das Gebiet insgesamt 161 institutionelle Innovationsmaßnahmen getroffen, von denen 61 landesweit repliziert wurden. Im vergangenen Jahr veröffentlichte das Gebiet neun seiner neuesten institutionellen Innovationsversuche für den Rest des Landes und förderte weitere 15 innovative Maßnahmen in der gesamten Region des Jangtse-Flussdeltas.
Bis Ende letzten Jahres stieg die Zahl der spitzentechnologischen Unternehmen im Demonstrationsgebiet auf 3.713. Dies entspricht einem Anstieg auf das 2,4-Fache gegenüber der Gründungszeit. In den letzten drei Jahren schloss das Xiangfu-Labor in Jiashan zahlreiche Dienstleistungsverträge ab. Mehr als die Hälfte davon kam Projekten in Shanghai und Jiangsu zugute. „Dies zeigt, dass sich die Innovationskette und die Industriekette im Demonstrationsgebiet immer enger über die regionalen Grenzen hinweg verflechten“, erklärte Gu.
Auch die finanziellen Unterstützungen gelten als bedeutende Fördermittel für den Aufbau der ökologischen Zivilisation. Im Oktober wurde im Gebiet ein Investitionsfonds eingerichtet. Mit einem anfänglichen Volumen von 500 Millionen Yuan konzentriere sich der Fonds hauptsächlich auf Investitionen in grüne und kohlenstoffarme Entwicklung sowie technologische Innovation, sagte Qu Wei, stellvertretender Leiter der Städtischen Kommission für Wissenschaft und Technologie von Shanghai.
Ein Beitrag von China Daily.