„Sommer in Shanghai“: Internationale Konsumsaison soll mehr ausländische Besucher anziehen
Anlässlich der Auftaktveranstaltung am Freitag gaben Vertreter der Behörden und Branchenexperten bekannt, dass die internationale Konsumsaison „Sommer in Shanghai“ 2026 in diesem Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet. Dabei sollen neue Erlebniswelten und verbesserte Dienstleistungen geboten werden, um mehr ausländische Besucher anzuziehen.
„Sommer in Shanghai“ 2026 bekannt. [Foto zur Verfügung gestellt von China Daily]
Yuan Xiaoming, Assistent des Handelsministers, betonte, dass die Förderung des Konsums durch internationale Besucher einen Schwerpunkt der diesjährigen Saison bilde. Gleichzeitig würden die Verbindungen zwischen Unternehmen, Tourismusangeboten, kulturellen Aktivitäten und dem Sportsektor intensiviert.
Shanghais offenes Geschäftsumfeld und seine regionalen Vorteile begünstigen die Schaffung neuer Konsumszenarien. Dies wird nicht nur dazu beitragen, dass ausländische Besucher die Vitalität Shanghais besser erleben können, sondern auch wertvolle Erfahrungen für andere Regionen des Landes liefern, so Yuan bei der Auftaktveranstaltung.
Die diesjährige Saison, die von Juli bis Oktober einschließlich des Mittherbstfests und des Nationalfeiertags angesetzt ist, wird mit mehreren herausragenden Sportevents aufwarten. Dazu zählen die Rolex Shanghai Masters 2026, ein ATP-1000-Tennisturnier der Spitzenklasse, und der Shanghai-Stopp der Motocross-Weltmeisterschaft 2026.
Cui Jian, stellvertretender Direktor des Nationalen Hauptamts für Sport, erklärte, dass bedeutende Sportveranstaltungen als wichtiger Anziehungspunkt für internationale Touristen dienen könnten und sich dadurch zusätzlicher Konsum in der Stadt generieren lasse. Zugleich könnten in Shanghai neue Geschäftsmodelle und Konsumszenarien geschaffen werden, um ausländischen Reisenden ein breiteres Angebot zu bieten, so Cui weiter.
Die stellvertretende Direktorin der Städtischen Kommission für Handel von Shanghai, Liu Min, betonte, dass die Serviceleistungen für einreisende Besucher, insbesondere in den Bereichen Reise, Unterkunft, Verpflegung, digitale Infrastruktur, Zahlungssysteme und Steuerabwicklung, weiter optimiert würden. Dadurch solle der Aufenthalt und das Einkaufserlebnis in Shanghai für ausländische Gäste noch komfortabler und attraktiver werden.
Liu Min zufolge werde HiChina, die umfassende Reise-App für internationale Besucher in China, während des Aufenthalts in Shanghai ihr vollständiges Dienstleistungsangebot bereitstellen. Die Navigations-App Amap wird charakteristische Einkaufsziele Shanghais nahtlos in Reiserouten integrieren.
Easy Go, eine digitale Plattform, die im vergangenen Jahr von der Stadtregierung und Alipay gemeinsam ins Leben gerufen wurde, um die Reiseerfahrung für internationale Gäste zu verbessern, soll weiter ausgebaut werden. Dabei solle Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen, um Nutzeranfragen in mehreren Sprachen präzise zu erkennen und digitale sowie intelligente Dienstleistungen wie Fahrtvermittlung, Ticketbuchung und Übersetzung anzubieten, so Liu weiter.
Sie fügte hinzu, dass eine mobile Abwicklungsplattform für Steuerrückerstattungen bei der Ausreise bereitgestellt werde. Über diese könnten internationale Reisende Steuerrückerstattungsbelege, Soforterstattungen beim Einkauf, Zollkontrollen sowie Steuerrückzahlungen am Ausreiseort bequem über ihr Smartphone abwickeln.
Die Geschäftsführerin der Shanghai City Tour Card Co. Ltd., Sun Yao, teilte mit, dass der Shanghai Pass, eine im Vorjahr speziell für internationale Besucher eingeführte Mehrzweck-Prepaidkarte, in diesem Jahr mit einer QR-Code-Lösung ausgestattet worden sei. Diese umfasse 150 Kunstgalerien und Museen in ganz Shanghai.
Nach den Worten von Sun könnten internationale Besucher den digitalen Dienst schon vor ihrer Reise nach Shanghai beantragen, um ihn bei der Ankunft direkt nutzen zu können. Der Shanghai Pass diene nicht allein der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Shanghai, sondern könne darüber hinaus auch im öffentlichen Nahverkehr in über 300 Städten im ganzen Land genutzt werden.
Nach Angaben von Chu Xiaobo, dem Direktor des Shanghai Museums, machen ausländische Gäste im Jahresdurchschnitt mindestens zehn Prozent der Besucher aus. Das wachsende Interesse an Chinareisen werde maßgeblich durch die visumfreie Politik befeuert. Darüber hinaus würden Shanghai-Besucher häufig auch angrenzende Städte bereisen, wodurch die Konsumausgaben in einem größeren regionalen Umfeld gesteigert würden, erläuterte Chu.
Nicolas Willemot, globaler Leiter des Bereichs Consumer Products bei der Beratungsfirma Bain & Co, erklärte, dass Shanghai heute lokale Kulturelemente wie den Shikumen-Baustil mit Konsumangeboten verbinde. Dies helfe, das kulturelle Erbe in bestimmten Kontexten erlebbar zu machen und die Stadt von anderen internationalen Metropolen abzuheben.
Gleichzeitig habe die hohe Effizienz Shanghais den sogenannten Zehn-Minuten-Geschäftskreis ermöglicht, was den Sofortlieferhandel erheblich gefördert habe, fügte er hinzu.
Ein Beitrag von China Daily.