Diplomaten präsentieren lokale Spezialitäten auf Shanghais festlicher Weltmesse
Am Freitag startete auf dem Platz vor der Bund City Hall im Bezirk Huangpu die dreitägige Veranstaltung „Globale Geschmäcker in Shanghai · Weltweites Neujahrsmarkt-Fest“. Dort verschmelzen internationale Küchen und Kulturen.
Der Markt wird gemeinsam von der Handelskommission der Stadt und dem Büro für Auswärtige Angelegenheiten der Stadtregierung organisiert. Mehr als 50 Unternehmen beteiligen sich daran, darunter sowohl lokale Lieblinge als auch internationale Marken aus über zehn Ländern und Regionen.
Das Angebot reicht von Shanghais Souvenirs und Gourmetkörben über Weine, Tees und Kunsthandwerke bis hin zu importierten Delikatessen. Ein bedeutendes Highlight besteht darin, dass die Diplomaten verschiedener Konsulate in Shanghai den Markt besuchen und die Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern präsentieren.
[Foto zur Verfügung gestellt von China Daily]
Bauer, geschäftsführende Generalkonsulin Österreichs in Shanghai, sagte: „Shanghai vereint so viele verschiedene Arten von Essen und Geschmacksrichtungen. Die Stadt ist so etwas wie ein Drehkreuz der Esskultur in China.“
Sie empfahl österreichische Schokolade von Zotter, einem Hersteller von Bio-Schokolade. Außerdem empfahl sie Wiener Kaffee von Julius Meinl. Julius Meinl ist ein Unternehmen mit langer Tradition im österreichischen Kaffeegeschäft. Es wurde bereits 1862 gegründet.
Teresa Bauer lebt seit vier Jahren in Shanghai. Sie sagte: „Ich freue mich sehr, all die wichtigen Kulturen kennengelernt zu haben. Das gilt nicht nur für das anstehende chinesische Neujahrsfest. Also, ich mag die chinesische Küche sehr, weil sie so ganz anders ist als bei uns in Österreich. Und hier in Shanghai kann ich da immer wieder was Neues entdecken.“
Luciano Tanto Clement, Generalkonsul Argentiniens in Shanghai, sprach über die Verbindung zwischen argentinischer und chinesischer Küche.
„Die argentinische und die chinesische Küche teilen ein gemeinsames Verständnis von Essen und Gastronomie als gesellschaftliches Erlebnis“, sagte er und fügte hinzu, dass beide Kulturen Essen als einen Treffpunkt für Familie und Freunde betrachteten. Die chinesische Küche gewinne in Argentinien zunehmend an Beliebtheit. Besonders das Restaurant „The Gourmet of Shanghai“, das vom Sohn chinesischer Einwanderer geführt wird, habe sich zum lokalen Favoriten entwickelt.
Luis Costa, Wirtschafts- und Handelsberater Portugals in Shanghai, betonte die Rolle der Veranstaltung bei der Präsentation portugiesischer Angebote. „Ich denke, mit solchen Veranstaltungen machen wir auch bekannt, was Portugal zu bieten hat“, sagte Costa und fügte hinzu, dass Produkte wie Portwein und Korkwaren auf dem chinesischen Markt zunehmend Anerkennung fänden.
Mit Grüßen an die chinesischen Verbraucher sagte er: „Gong xi fa cai (der häufigste Gruß, den die Chinesen während der Frühlingsfest-Feierlichkeiten austauschen, bedeutet ‚Ich wünsche Ihnen großen Wohlstand‘), und ich hoffe, dass Sie bei Ihren Feierlichkeiten auch an Portugal denken können.“
Lars Anke, Hauptvertreter des Hamburg Liaison Office, betonte die Bedeutung der Städtepartnerschaft zwischen Shanghai und Hamburg. Diese Partnerschaft besteht bereits seit 40 Jahren.
„China ist ein sehr wichtiger Partner. Der Handel und Austausch mit China sind für uns daher äußerst wichtig und substanziell“, sagte Anke. „Hamburg ist der drittgrößte Hafen Europas, aber der größte Hafen Europas für den China-Handel. Ein Drittel aller Container im Hamburger Hafen steht im Zusammenhang mit dem Handel mit China.“
Anke, der seit 20 Jahren in Shanghai lebt, empfahl deutschen Wein und deutsche Süßigkeiten zur Feier des Chinesischen Neujahrsfestes.
[Foto zur Verfügung gestellt von China Daily]
Lucas Lima, Leiter des Referats für Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie des Referats für Kultur und öffentliche Diplomatie am Generalkonsulat Brasiliens in Shanghai, hob die starken Handelsbeziehungen zwischen Brasilien und China hervor, wobei Shanghai eine Schlüsselrolle spiele.
Lima verwies auf brasilianische Produkte auf dem Markt, vor allem Cachaça (brasilianischer Zuckerrohrschnaps) und Fleisch. Für die Festlichkeiten empfahl er Cachaça: „Das ist ein brasilianisches Getränk, das zu allen möglichen Speisen passt, also zu Knödeln, chinesischem Essen und brasilianischer Küche.“
Er zeigte sich auch begeistert vom bevorstehenden Brasilien-China-Kulturjahr 2026 und kündigte eine Vielzahl kultureller Aktivitäten in Shanghai an.
Er beschrieb Shanghai als „eine sehr dynamische Stadt“, in der man sich leicht zu Hause fühlen könne.
Ein Beitrag von China Daily.