Shanghai Dialekt

german.shanghai.gov.cn| 2024-03-20

Der Shanghai-Dialekt ist ein Dialekt, der in der Stadt Shanghai und der umliegenden Region gesprochen wird.

Wie andere Wu-Dialekte ist auch das Shanghainese größtenteils mit anderen chinesischen Dialekten wie dem Standard-Mandarin nicht gegenseitig verständlich. Der Begriff „Shanghainese“ bezieht sich im Englischen manchmal auf alle Wu-chinesischen Dialekte. Es ist nur teilweise verständlich mit anderen Untergruppen der Wu-Sprachgruppe.

Shanghainese ist ein repräsentativer Dialekt des Nord-Wu; es enthält Vokabeln und Ausdrücke aus dem gesamten Nord-Wu-Gebiet (südliches Jiangsu, nördliches Zhejiang). Mit fast 14 Millionen Sprechern ist Shanghainese auch die größte zusammenhängende Form vom Wu-Chinesische. Früher diente es als regionale Lingua Franca der gesamten Yangtze River Deltaregion.

Der Shanghai-Dialekt hat eine sehr unterschiedliche Aussprache im Vergleich zu Mandarin und Kantonesisch, einschließlich mehrerer Laute, die in keinem anderen chinesischen Dialekt zu finden sind. Obwohl der Großteil des Vokabulars gleich ist, gibt es auch erhebliche Variationen bei Wörtern und Phrasen.

Da die Menschen den einzigartigen Wert des Shanghai-Dialekts mehr zu schätzen wissen - und vielleicht auch sensibler für allgemeine Naturschutzthemen geworden sind - hat der Shanghai-Dialekt eine Art Wiederbelebung erlebt. In einigen Kindergärten und Sprachorganisationen werden jetzt öffentliche Unterrichtsstunden abgehalten, während mehrere Fernsehsendungen (wie die Serie „Alter Onkel“, eine Farce-Opernserie im lokalen Stil und Dialekt) wieder an Popularität gewonnen haben, neben Dialekt-Klassikern wie „Das Haus der 72 Mieter“ (Qishi er jiafangke) und „Verwirrte Eltern“.

Ein leichter Eindruck vom Dialekt könnte aus den folgenden Beispielen gewonnen werden:

- Auf Shanghainese „trinkt“ man keine Getränke und „raucht“ keine Zigaretten, man „isst“ (chi) beides!- Der Mandarin-Ausdruck „bu san bu si“ („weder drei noch vier“, im Sinne von „zweifelhaft“) wird im Shanghai-Dialekt zu „bu er bu san“ („weder zwei noch drei“).- Auf Mandarin kann man etwas „nicht ertragen“ („shou bu liao“), aber auf Shanghainese kann man es „nicht verdauen“ („chi bu xiao“).- Auf Shanghainese wird ein Dieb als „zei gu tou“ („böse bis ins Mark“) beschrieben.- Der Shanghaier Ausdruck „qing ni chi sheng huo“, wörtlich übersetzt „dir das Vergnügen deines Lebens geben“, ist eigentlich eine Drohung, dich bewusstlos zu prügeln.- In Shanghai-Dialekt ist man „lin bu qing“, wenn man ahnungslos und stur ist.- Auf Shanghainese „wäscht“ man nie sein Gesicht, Haar oder irgendetwas anderes, stattdessen „schlägt“ (da) man sie.