Deutscher Regisseur feiert liebevolle Verbindung auf Shanghaier Exzellenzliste
Am letzten Dienstag wurde die „Exzellenzliste des Einflussindex des 24. Internationalen Kunstfestivals China Shanghai“ veröffentlicht. Nach Auswertung durch Experten, Medienjury und Publikum wurden schließlich vier inländische und sechs internationale Produktionen ausgezeichnet.
Zu diesen Produktionen gehört „Richard III.“, also das Werk von Thomas Ostermeier, dem künstlerischen Leiter der Berliner Schaubühne.
Ostermeier bedankte sich für seine „liebevolle Verbindung“ mit dem chinesischen Publikum, besonders mit den jungen Zuschauern. Er sagte, dass er sich über die Rückkehr nach Shanghai sehr gefreut habe.
Während der Aufführungen von „Richard III.“ auf dem Kunstfestival besuchten der deutsche Regisseur und seine Kollegen aus dem Produktionsteam einen Schauschenk in der Nähe des YOUNG-Theaters, der Aufführungsstätte von „Richard III.“.
Sie ließen es sich schmecken, filmten einen kleinen Videoclip, um ihre Shanghai-Reise festzuhalten, und überreichten dem Restaurantbesitzer sogar Eintrittskarten für „Richard III.“. Diese Geste stieß bei den Zuschauern auf immense Bewunderung.
Als künstlerischer Leiter der Schaubühne engagiert sich Ostermeier in den kommenden Jahrzehnten dafür, das Theater einflussreich zu gestalten. Durch seine Bemühungen wurde es zu einer der bedeutendsten Bühnen im deutschsprachigen Raum. Mit jährlich über 100 Gastspielen im Ausland wurde es mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Goldenen Löwen der Theater-Biennale Venedig, dem französischen Ordre des Arts et des Lettres und dem Europäischen Theaterpreis.
Ein Beitrag von Shanghai Observer.