Pujiang-Innovationsforum fördert globale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie
Die Eröffnungszeremonie des Pujiang-Innovationsforums 2026 fand am 12. September in der Zhangjiang Science Hall in Shanghai statt. Sie stand unter dem Motto „Innovation teilen und die Zukunft gestalten – Die Mission der globalen Wissenschafts- und Technologiegemeinschaft in einer neuen Runde der wissenschaftlich-technologischen Revolution“.
Bei der Zeremonie wurden vier wichtige Initiativen vorgestellt: die geplante Gründung einer globalen Allianz innovativer Städte, ein Programm für Grundlagenforschung in der Region des Jangtse-Flussdeltas, eine regionale Plattform für den Austausch wissenschaftlicher Daten und die Liste der weltweit führenden wissenschaftlich-technischen Fachzeitschriften 2025.
Globale Allianz soll innovative Städte miteinander vernetzen
Shanghai und die UNESCO haben sich darauf verständigt, gemeinsam die Globale Allianz innovativer Städte ins Leben zu rufen. Die Plattform soll die Zusammenarbeit zwischen Städten weltweit im Bereich Innovation fördern und zu einer offenen, inklusiven und nachhaltigen Zukunft der Innovation beitragen.
János Kendernay, leitender Berater für Städtediplomatie im Budapester Rathaus, erklärte, Shanghai und Budapest pflegten eine enge Partnerschaft und hätten viel von den bewährten Verfahren der jeweils anderen Stadt gelernt.
Er betonte, Shanghai sei angesichts der weltweiten Fortschritte in Wissenschaft und Technologie weiterhin offen für die Welt und bereit, seine Entwicklungserfolge mit internationalen Partnern wie Budapest zu teilen. Eine vertiefte Zusammenarbeit bei innovativen Ideen und Technologien in Bereichen wie Stadtplanung und Verkehr könne beiden Städten neue Chancen eröffnen.
Kendernay erklärte, Budapest freue sich darauf, der Allianz beizutreten. Diese stehe in engem Einklang mit der Entwicklungsvision der Stadt, insbesondere mit dem Ziel, durch Technologie das Wohlergehen der Menschen zu verbessern und lebenswertere Städte zu schaffen.
Region des Jangtse-Flussdeltas startet bedeutendes Programm für Grundlagenforschung
Im Rahmen des Forums wurde offiziell ein bedeutendes Programm des Gemeinsamen Fonds für Grundlagenforschung in der Region des Jangtse-Flussdeltas der National Natural Science Foundation of China gestartet.
Das auf fünf Jahre angelegte Programm fördert anwendungsorientierte Grundlagenforschung, die auf zentrale strategische und industrielle Erfordernisse Shanghais sowie der Provinzen Jiangsu, Zhejiang und Anhui ausgerichtet ist.
Ab 2027 stellen Shanghai und die drei Provinzen jeweils jährlich 50 Millionen Yuan (7,47 Millionen US-Dollar) bereit. Die National Natural Science Foundation of China steuert weitere 50 Millionen Yuan pro Jahr bei. Damit beläuft sich die jährliche Förderung auf insgesamt 250 Millionen Yuan und die Gesamtsumme über fünf Jahre auf 1,25 Milliarden Yuan.
Die erste Förderrunde konzentriert sich auf zwei Bereiche: Lebenswissenschaften und Biomedizin sowie Materialien der Zukunft.
Mit dem Programm soll ein koordinierter Mechanismus für die gemeinsame Finanzierung, die Festlegung der Forschungsagenda, das Projektmanagement und die gemeinsame Forschung in der Region des Jangtse-Flussdeltas erprobt werden.
Regionale Plattform für wissenschaftliche Daten nimmt Gestalt an
Auch der Aufbau der Plattform für den Austausch wissenschaftlicher Daten in der Region des Jangtse-Flussdeltas wurde eingeleitet.
Shanghai, Jiangsu, Zhejiang und Anhui unterzeichneten im Juni eine Rahmenvereinbarung zu dieser Plattform. Sie soll wissenschaftliche Datenressourcen aus der gesamten Region bündeln und einheitliche Standards für den Datenzugang, einen integrierten Datenkatalog sowie miteinander vernetzte regionale Datenzentren bieten.
Die Plattform soll zudem den Ausbau der digitalen Infrastruktur für Blockchain und integrierte KI-Rechenkapazitäten vorantreiben.
Die Shanghaier Plattform für den Austausch wissenschaftlicher Daten, die im April online ging, hat bereits mehr als 30 Terabyte an Daten aus 52 Fachdisziplinen zusammengetragen. Diese umfassen über 6.000 Datensätze.
Neue Zeitschriftenliste bietet Orientierung für die weltweite Bewertung von Fachzeitschriften
Auf dem Forum wurde außerdem die Liste der weltweit führenden wissenschaftlich-technischen Fachzeitschriften 2025 veröffentlicht.
Die Liste umfasst 6.132 Zeitschriften aus 55 Ländern und Regionen, die in 23 Sprachen veröffentlicht werden. Die meisten Zeitschriften auf der Liste stammen aus den USA, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Deutschland und China. China ist mit 353 Zeitschriften vertreten, was einem Anteil von 5,8 Prozent entspricht.
Die Bewertung erfolgt anhand von neun Indikatoren in vier Dimensionen: wissenschaftliche Organisationsfähigkeit, wissenschaftliche Führungsrolle, wissenschaftlicher Einfluss und gesellschaftliche Wirkung. KI-Technologien helfen zudem dabei, Wissensverknüpfungen zwischen Publikationen in verschiedenen Sprachen herzustellen.
Die Liste setzt einen Maßstab für die qualitativ hochwertige Entwicklung chinesischer wissenschaftlicher und technologischer Fachzeitschriften. Zugleich bietet sie der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft eine offene und inklusive Referenz für die Bewertung von Fachzeitschriften.
Quelle: Kommission für Wissenschaft und Technologie der Stadt Shanghai