WAIC 2026 besiegelt wichtige Vereinbarungen und stärkt internationale Zusammenarbeit

german.shanghai.gov.cn

Die Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz 2026 und die hochrangige Sitzung zur globalen KI-Governance (2026 World Artificial Intelligence Conference and High-Level Meeting on Global AI Governance, kurz: WAIC 2026) sind am 20. Juli in Shanghai zu Ende gegangen. Sie führten zu einer Reihe von Ergebnissen, die die internationale Zusammenarbeit, technologische Innovation, industrielle Entwicklung und globale Governance betreffen.

Die vom 17. bis 20. Juli abgehaltene Konferenz versammelte offizielle Vertreter aus 102 Ländern und internationalen Organisationen sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Sie zog 1.568 Experten aus dem In- und Ausland an, darunter 432 ausländische Redner und 11 Träger des Turing-Preises, des Nobelpreises oder der Fields-Medaille.

Globale KI-Zusammenarbeit schreitet voran

Ein wichtiges Ergebnis der Konferenz war die Unterzeichnung des Abkommens zur Errichtung der Weltorganisation für die Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz (World Artificial Intelligence Cooperation Organization). Vertreter aus 29 Ländern in Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa unterzeichneten das Abkommen und machten ihre Länder damit zu den Gründungsmitgliedern der Organisation. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Shanghai.

Die Konferenz diente zudem als wichtige Plattform für internationalen Dialog und Zusammenarbeit. Vertreter aus etwa 80 Ländern und internationalen Organisationen nahmen an der hochrangigen Sitzung zur globalen KI-Governance teil. Gleichzeitig fanden während der viertägigen Veranstaltung nahezu 160 Foren sowie Dutzende bilaterale und multilaterale Austauschformate und Geschäftsgespräche statt.

Investitionen und Geschäftsmöglichkeiten nehmen zu

Bei der Abschlusszeremonie wurden Vereinbarungen über 32 zentrale KI-Projekte in Shanghai unterzeichnet, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 40,9 Milliarden Yuan (etwa 6,05 Milliarden US-Dollar). Die Projekte umfassen KI-Infrastruktur, KI-Agenten, verkörperte Intelligenz sowie KI für die Wissenschaft.

Eine Reihe von Branchenprojekten und -plattformen wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Eine strategische Partnerschaft wird spezialisierte Finanzdienstleistungen bereitstellen und neue Finanzprodukte für den KI-Sektor entwickeln.

Shanghai Unicom startete das UniAI-Programm und plant, mehr als 25 Milliarden Yuan zu investieren, um die KI-Recheninfrastruktur zu stärken und KI-Anwendungen in den Bereichen industrielle Modernisierung, öffentliche Dienstleistungen, Stadtverwaltung und digitales Ökosystem auszubauen.

Das Shanghai Institute for Physical Artificial Intelligence and Robotics nahm offiziell seine Arbeit auf, um die Forschung und die Kommerzialisierung von Technologien in diesen Bereichen voranzutreiben.

Die Konferenz zog mehr als 1.100 Unternehmen aus dem In- und Ausland an. Zudem wurden über 180 Start-up-Projekte in Roadshows und Ausstellungen präsentiert, was Unternehmern Gelegenheiten bot, mit Investoren und potenziellen Geschäftspartnern in Kontakt zu treten.

Schätzungen zufolge wurden auf der Konferenz Beschaffungsvorhaben im Wert von etwa 20,36 Milliarden Yuan vereinbart, was einem Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

 

 

Quellen: Außenministerium sowie Shanghaier Volksregierung