Shanghai belegt zweiten Platz unter Schifffahrtszentren
Shanghai hat laut einem am 10. Juli veröffentlichten Bericht den zweiten Platz unter den führenden internationalen Schifffahrtszentren belegt.
Dem Bericht zufolge übertraf Shanghai London und sicherte sich im „2026 Xinhua-Baltic International Shipping Center Development Index“ (ISCDI) den zweiten Rang hinter Singapur. Dies ist die beste Platzierung, die die Stadt seit der Einführung des Index im Jahr 2014 erzielt hat.
Jin Yu Cheong, Leiter von Baltic Exchange Asia, stellte fest, dass Shanghais Erfolg weit über hohe Umschlagzahlen hinausgehe. „Er wird von einem ausgereiften und vielfältigen maritimen Ökosystem getragen, das Reedereien, Finanzinstitute, Versicherer, Rechtsdienstleister, Schiffsmakler, Werften und Technologieanbieter vereint.“
Er fügte hinzu, dass anhaltende Investitionen in digitale Innovationen, den Aufbau grüner Häfen und maritime Dienstleistungen die globale Wettbewerbsfähigkeit der Stadt weiter gestärkt hätten.
Der diesjährige Index unterstrich zudem die wachsende Präsenz Chinas in der globalen Schifffahrtsindustrie. Das Land beherbergt nun sieben Schifffahrtszentren, die zu den weltweit besten 20 gehören.
Der ISCDI, der 2014 gemeinsam vom China Economic Information Service und der Baltic Exchange ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem der einflussreichsten Indikatoren für die Bewertung der Entwicklung großer Schifffahrtszentren weltweit entwickelt.
Im Zeitraum des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) bewegt sich Shanghai beim Aufbau eines internationalen Schifffahrtszentrums von der reinen Größenerweiterung hin zur Kapazitätssteigerung. Der Hafen von Shanghai, der seit 16 Jahren in Folge der größte Containerhafen der Welt ist, wickelte im gesamten Jahr 2025 insgesamt 55,06 Millionen TEU ab.
Das Größenwachstum ist nur ein Aspekt der Kapazitätssteigerung bei der Entwicklung des internationalen Schifffahrtszentrums Shanghai. Wichtiger seien die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, die Fähigkeit zur Regelsetzung und die internationale Diskursfähigkeit. Dies seien die Schlüsselfaktoren zur weiteren Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Bedeutung des Schifffahrtszentrums, sagte Chu Beiping, Präsident der Shanghai Maritime University, kürzlich auf einem Forum in Shanghai. Er fügte hinzu, dass sich künftige Anstrengungen insbesondere auf die neu entstehenden Bedürfnisse der Schifffahrtsbranche konzentrieren sollten, indem neue interdisziplinäre Fachgebiete erschlossen und Fachkräfte mit fachübergreifenden Kompetenzen gezielt ausgebildet werden.
Ein Beitrag von China Daily.