Finanzgovernance und Zusammenarbeit im Fokus des Lujiazui-Forums
Das Lujiazui-Forum 2026 fand vom 17. bis zum 18. Juni in Shanghai statt.
Die Veranstaltung umfasste acht Plenarsitzungen, in denen folgende Themen behandelt wurden:
- Finanzielle Entwicklung und Zusammenarbeit im Rahmen der Global Governance Initiative,
- Reform und Zusammenarbeit in der globalen Finanzgovernance,
- Aufbau eines gut funktionierenden Kapitalmarktes,
- Finanzielle Zusammenarbeit zwischen Shanghai und der Sonderverwaltungszone Hong Kong,
- Finanzielle Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus technologischer Innovationen hinweg,
- Einsatz neuer Technologien im Finanzdienstleistungssektor,
- Finanzielle Inklusion sowie
- Innovationen im Bereich nachhaltiger Finanzierungen.
Auf dem Forum sprachen mehr als 70 chinesische und internationale Gäste, darunter Vertreter von Finanzaufsichtsbehörden, internationalen Organisationen, Betreibern von Finanzmärkten und Finanzinstituten.
Weitere Sitzungen konzentrierten sich auf die Finanzrechtsstaatlichkeit, die finanzielle Förderung technologischer Innovationen und grenzüberschreitende Investitionen. Zudem wurden wichtige politische Ankündigungen und die Unterzeichnungen von Projektvereinbarungen erwartet.
Das Forum fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem Shanghai seine grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen weiter ausbaute und seine Finanzmärkte zunehmend für internationale Investoren öffnete.
Ausweitung grenzüberschreitender Finanzdienstleistungen
Shanghai erweitert kontinuierlich das Spektrum an Finanzprodukten und -dienstleistungen für Unternehmen, die im grenzüberschreitenden Geschäft tätig sind.
Die Absicherungsquote von Unternehmen im Fremdwährungsgeschäft beträgt 37,8 Prozent und liegt damit 7,9 Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt.
In der Freihandelszone wurden neun Offshore-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,2 Milliarden Yuan (etwa 473,62 Millionen US-Dollar) emittiert.
Darüber hinaus sind die grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen effizienter geworden. Die Banken haben die durchschnittliche Bearbeitungszeit für eine einzelne Devisentransaktion von 120 auf 15 Minuten reduziert. Mehr als 1.600 grenzüberschreitende Renminbi-Fund-Pools wurden eingerichtet, was den grenzüberschreitenden Kapitalverkehr weiter erleichtert.
Auch strukturelle geldpolitische Instrumente haben bereits Refinanzierungsunterstützungen in Höhe von über 10 Milliarden Yuan bereitgestellt. Dazu zählen Refinanzierungen für den grenzüberschreitenden Handel sowie Blockchain-basierte Akkreditiv-Refinanzierungen für den Handels- und Schifffahrtssektor.
Weitere Öffnung der Finanzmärkte und -institute
Shanghai erweitert kontinuierlich den Zugang für internationale Investoren zu seinen Finanzmärkten und -produkten.
Die ETF-Konnektivitätsprogramme der Shanghai Stock Exchange wurden auf Hong Kong, Singapur und Brasilien ausgeweitet. Darüber hinaus wurde internationalen Investoren ein breiteres Produktspektrum zugänglich gemacht, nämlich Nickel-Futures und -Optionen, TSR-20-Optionen, Optionen auf zollfrei gelagertes Kupfer sowie Terminkontrakte auf Staatsanleihen.
Die Stadt hat ihre Attraktivität als Standort für ausländische Finanzinstitute weiter gestärkt. Mehr als die Hälfte der vollständig in ausländischem Besitz befindlichen Wertpapier-, Fondsverwaltungs- und Terminhandelsgesellschaften in China hat inzwischen ihren Sitz in Shanghai. Gleiches gilt für über 80 Prozent der vollständig in ausländischem Besitz befindlichen privaten Wertpapier-Investmentfondsgesellschaften.
In der Lingang New Area haben sechs vollständig im ausländischen Besitz befindliche Verwaltungsgesellschaften für Publikumsfonds mit der Durchführung grenzüberschreitender Datenübertragungen begonnen. Diese erfolgen im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben für den Wertpapier- und Publikumsfondsverwaltungssektor.
Ein Beitrag der Shanghaier Volksregierung.