Kosmetikproduktion in Shanghai wächst um über 20 %

german.shanghai.gov.cn

Die Produktion von Kosmetika in Shanghai verzeichnet ein starkes Wachstum. Nach Angaben der städtischen Wirtschafts- und Informatisierungskommission stieg der Industrieproduktionswert von Januar bis April 2026 im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent, während der Wert der Exportlieferungen um mehr als 19 Prozent zunahm. Zahlreiche in- und ausländische Kosmetikunternehmen verzeichnen in Shanghai ein Wachstum bei Produktion und Aufträgen.

图片4.png
Das Bild zeigt eine große Auswahl an Kosmetikprodukten. [Foto: Shanghai Observer]

​Ein wesentlicher Teil dieses Wachstums ist auf ausländische und lokale Unternehmen zurückzuführen, die ihre Produktion in Shanghai ausweiten.

Im Werk des deutschen Konzerns Beiersdorf in Shanghai wird mittlerweile etwa ein Viertel der Kapazitäten für Auslandsaufträge genutzt. Zu den Abnehmern zählen u. a. Kunden aus Europa, Südostasien sowie den Regionen Hong Kong, Macao und Taiwan. Das Unternehmen ist seit 1985 in China aktiv und hat in Shanghai eine dreiteilige Struktur aufgebaut: einen Produktionsstandort in Qingpu, einen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Caohejing sowie ein Vertriebszentrum in Xujiahui. Laut der Unternehmenssprecherin Qian Wanting kehren immer mehr Auslandsaufträge nach Shanghai zurück, da die Fertigungsqualität, Automatisierung und das Qualitätsmanagement verbessert wurden. Im Jahr 2025 investierte die Konzernzentrale 81 Millionen US-Dollar in die Modernisierung des Produktionsstandorts.

Auf politischer Ebene veröffentlichte Shanghai im September 2024 Maßnahmen zur weiteren Förderung einer qualitativ hochwertigen Entwicklung der Kosmetikindustrie. Diese Maßnahmen legen den Fokus auf innovative Rohstoffe und hochwertige Fertigung und bieten den Unternehmen durch regulatorische Koordination sowie frühzeitige Beteiligungsmechanismen klare Entwicklungsperspektiven. Im November desselben Jahres genehmigte das Nationale Amt für Arzneimittel einen von Beiersdorf eingereichten Wirkstoff zur Hautaufhellung. Dabei handelte es sich um den ersten neuartigen Spezialrohstoff für Kosmetika nach der neuen Regulierung.

Auch weitere Unternehmen profitieren von diesem politischen Umfeld. So steigerte Shanghai Jahwa im Jahr 2025 seine Produktion in Shanghai um 13 Prozent. Der Drogerie- und Körperpflegehersteller MAXAM erzielte im Jahr 2024 einen Exportwert von etwa 30 Millionen US-Dollar. Yantai Industrial, ein Unternehmen, das Titandioxid für Kosmetika herstellt, baute ein neues intelligentes Werk in Zhujiajiao. Zhenchen, ein Auftragshersteller, der unter anderem für L’Oréal und Estée Lauder produziert, verzeichnete in den letzten drei Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von über 30 Prozent.

 

 

Ein Beitrag von Shanghai Observer.