Weitere Öffnung des Dienstleistungssektors schafft Chancen für Unternehmen

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[Foto: Shanghai Observer]

​Im Zeitraum des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) schafft Chinas weitere Öffnung des Dienstleistungssektors neue Chancen für multinationale Unternehmen. Die Politik signalisiert Reformen zur Verbesserung des Geschäftsumfelds und zur Förderung des wirtschaftlichen Wandels.

Marktbeobachter und Unternehmensvertreter erklärten, dass diese Bemühungen auf einen größeren Marktzugang und einen vorhersehbaren Regulierungsrahmen hindeuten, der es globalen Unternehmen ermöglicht, ihre Präsenz zu vertiefen.

Wie aus Daten des Nationalen Statistikamtes hervorgeht, stieg die Wertschöpfung im chinesischen Dienstleistungssektor im Jahr 2025 um 5,4 Prozent im Jahresvergleich auf 80,89 Billionen Yuan (etwa 11,78 Billionen US-Dollar). Damit entfielen 61,4 Prozent des gesamtwirtschaftlichen Wachstum des Landes auf den Sektor.

Laut dem Tätigkeitsbericht der Regierung, der letzte Woche der vierten Tagung des 14. Nationalen Volkskongresses vorgelegt wurde, wird China den Marktzugang weiter öffnen, insbesondere im Dienstleistungssektor.

Zhu Jiandi, Abgeordneter des 14. Nationalen Volkskongresses und BDO-China-Geschäftsführer, erklärte, dass die prioritäre Öffnung des Dienstleistungssektors im 15. Fünfjahresplan mehrere weitreichende Auswirkungen habe.

„Wenn die verarbeitende Industrie allmählich gesättigt ist, verlagern sich die entwickelten Volkswirtschaften hin zum Dienstleistungssektor“, so Zhu. Er fügte hinzu, dass der Übergang von der Warenproduktion hin zu Dienstleistungen das Bruttoinlandsprodukt steigern und die verarbeitende Industrie durch produktionsnahe Dienstleistungen wie Finanzwesen und Innovation aufwerten könne.

„Da digitale Technologien den industriellen Wandel vorantreiben und sich zunehmend mit der fortschrittlichen Fertigung in China verzahnen, werden diese Maßnahmen ausländische Technologiedienstleister anziehen und eine breitere Beteiligung an der ‚Invest in China‘-Initiative fördern“, sagte Wei Xiang, Forscher an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften in Beijing.

Laut Statistiken des Handelsministeriums zog der Dienstleistungssektor Chinas im Januar ausländische Direktinvestitionen in Höhe von 64,04 Milliarden Yuan an. Besonders deutlich stiegen die ausländischen Investitionen in Forschungs-, Entwicklungs- und Designdienstleistungen, die im Jahresvergleich um 175,1 Prozent zunahmen.

Am Freitag erklärte Handelsminister Wang Wentao am Rande der vierten Tagung des 14. Nationalen Volkskongresses, dass China die Importe hochwertiger konsumnaher Dienstleistungen wie medizinische und gesundheitliche Versorgung fördern werde. Dies geschehe, um den Dienstleistungshandel energisch auszubauen.

Vor dem Hintergrund dieser politischen Bemühungen erklärte Sherri He, Geschäftsführerin der China-Einheit der US-amerikanischen Managementberatung Kearney, dass professionelle Dienstleistungen in diesem Wandel eine Schlüsselrolle spielen könnten.

Sie merkte an, dass globale Beratungsfirmen Unternehmen dabei helfen, internationale Markenwerte mit lokalen Verbrauchererkenntnissen zu verbinden. Dies ermöglicht es ihnen, die sich wandelnde „Sprache des emotionalen Mehrwerts“ bei chinesischen Verbrauchern besser zu verstehen und stärkere Verbindungen zum Markt aufzubauen.

Wu Dongming, CEO für China bei DHL Express, dem deutschen Logistikdienstleister, sagte, dass mehr Verbraucher in Chinas Städten niedrigerer Ränge Zugang zu internationalen Waren und Dienstleistungen erhalten, deren Qualität mit jener in Städten der Spitzenebene vergleichbar sei.

„Gleichzeitig sind Hersteller in diesen kleineren Städten und Landkreisen zunehmend in der Lage, direkt am Welthandel teilzunehmen“, so Wu.

Roberta Lipson, Direktorin des US-China Business Council und Gründerin von United Family Healthcare, ist überzeugt, dass Chinas wirtschaftliches Potenzial darin liege, Innovationen der neuen Wirtschaft zu nutzen, um Dienstleistungen und industrielle Entwicklung voranzutreiben.

 

 

Ein Beitrag von China Daily.