Shanghai fördert Hightech-Fertigung

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Ein Roboterkoch, der auf der Inclusion Conference 2025 am Bund in Shanghai ausgestellt wird. [Foto zur Verfügung gestellt von China Daily]

​Shanghais Bemühungen zur Transformation und Modernisierung der fortschrittlichen Fertigungsindustrie dürften in den kommenden drei Jahren die Kapazitäten konsolidieren und zugleich die Stabilität der gesamten Industriekette erhöhen. Damit könnte sich diese ostchinesische Metropole weiter als globales Zentrum für Spitzentechnologie etablieren. Bereits am 14. Januar kamen Experten bei der Analyse des neuesten Aktionsplans zu diesem Schluss. Der Plan zielt darauf ab, die fortschrittliche Fertigungsindustrie in dem chinesischen Wirtschaftszentrum zu fördern.

Die Volksregierung der Stadt Shanghai hat am 9. Januar einen neuen Dreijahresplan veröffentlicht. Er soll die moderne Fertigungsindustrie der Stadt voranbringen. Die Ziele sind ehrgeizig: Bis 2028 sollen 100 Fertigungsunternehmen jeweils mehr als eine Milliarde Yuan jährlich umsetzen. Außerdem soll die Roboterdichte auf 600 Roboter je 10.000 Beschäftigte steigen.

„Wenn diese Ziele erreicht werden, wird Shanghai gleich mehrere Vorteile haben. Die Wirtschaft wird an Dynamik gewinnen, besonders für private Unternehmen. Und der Fertigungssektor selbst wird ein neues Niveau erreichen, das sich durch eigene Stärken, eine intakte Lieferkette und vielversprechende Perspektiven auszeichnet“, so Shen Nanyan, Direktorin des Shanghaier Schlüssellabors für Intelligente Fertigung und Robotik.

„Viele Unternehmen mit einem Umsatz von mehreren Milliarden Yuan werden sich jeweils auf bestimmte Bereiche konzentrieren und gemeinsam daran arbeiten, in Shanghai ein vollständiges und belastbares Industrieökosystem aufzubauen, insbesondere in den strategischen Schlüsselbranchen“, erläuterte Shen. Langfristig könnten diese Leitunternehmen den gesamten Fertigungssektor der Stadt voranbringen und gleichzeitig zur Stabilität der Industriekette beitragen.

Der Aktionsplan umfasst 17 detaillierte Maßnahmen und soll den Aufbau eines modernen Industrieclusters beschleunigen, das auf fortschrittliche Fertigungsindustrie ausgerichtet ist, um Unternehmen unterschiedlicher Größe zu einer koordinierten und integrierten Entwicklung zu verhelfen.

„Shanghai verfügt bereits über viele ausgereifte Technologien, und der Aktionsplan hat die Aufgabe, diese vorhandenen Technologien in die Fertigung einzubringen, damit traditionelle Industrien an Wert gewinnen und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können“, so Cao Qixin, Professor für Robotik an der Jiaotong-Universität Shanghai.

„In vielen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in Shanghai ist der Wandel bereits in vollem Gange“, erklärte Cao. Um Shanghais Ziel, zu den globalen Zentren für Spitzentechnologie und Innovation zu gehören, weiter voranzutreiben, müsse jedoch die Entwicklung des gesamten Fertigungssektors parallel beschleunigt werden. Zugleich biete der starke Fachkräftepool der Stadt eine gute Grundlage für den breiteren Einsatz modernster Technologien in der Produktion, so Cao weiter.

Bei der Integration von KI in die Fertigungsindustrie sollen große Unternehmen bis 2027 vollständig digitale und intelligente Anwendungen umsetzen. Die Roboterdichte, eine wichtige Kennzahl zur Messung des Automatisierungsgrads in der Fertigungsindustrie, gibt die Anzahl der Roboter pro 10.000 Beschäftigte im Fertigungssektor an. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua, der staatlichen Medien Chinas, liegt die Roboterdichte in Shanghai derzeit bei über 500 Robotern pro 10.000 Beschäftigte, gegenüber 260 im Jahr 2023.

Laut Shen erreichte die Roboterdichte Shanghais während des 14. Fünfjahresplans (2021–2025) ein Niveau, das mit den führenden Ländern der Welt, darunter Südkorea, Japan und Singapur, vergleichbar ist.

„Erwähnenswert ist, dass die Roboterdichte branchenübergreifend unterschiedlich ist. Am Beispiel der Automobilbranche kann eine Fahrzeugfertigungslinie vollautomatisch arbeiten, wobei etwa zwei Dutzend Roboter miteinander kooperieren. In anderen Sektoren, etwa der Textilindustrie, ist der Automatisierungsgrad jedoch nach wie vor extrem niedrig“, so Shen.

„Unter der Leitung des Aktionsplans können wir erwarten, dass sich der Einsatz von Robotern auf viele Branchen ausweitet, die derzeit eine sehr geringe Roboterdichte aufweisen“, fügte Shen hinzu.

Der Aktionsplan gilt vom 1. Januar bis 31. Dezember 2028. Er zielt darauf ab, 100 neue Fertigungsunternehmen mit einer Jahresproduktion von jeweils über einer Milliarde Yuan zu etablieren. Damit würde sich die Gesamtzahl dieser Milliarden-Unternehmen auf über 600 erhöhen. Diese Initiative soll auch die Industriekette dazu bewegen, 500 neue Industrieunternehmen oberhalb der festgelegten Größenordnung zu schaffen, das heißt Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 20 Millionen Yuan oder mehr.

 

 

Ein Beitrag von China Daily.