Steigendes Anlegervertrauen führt zum Boom von Start-ups

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Ein Blick auf Lujiazui, das Finanzzentrum von Shanghai. [Foto von IC]

​Anfang 2026 verzeichnete Shanghai einen deutlichen Anstieg bei der Registrierung von neuen Unternehmen. Bis zum 25. Januar wurden insgesamt 23.346 neue Unternehmen registriert, was einem Jahr-auf-Jahr-Wachstum von 20,2 Prozent entspricht.

Die Gesamtzahl der Unternehmen in der Stadt hat mittlerweile die Marke von drei Millionen überschritten. Dies spiegelt die große Anziehungskraft Shanghais für Investoren und Unternehmer aus aller Welt wider. Umgerechnet kommen damit auf 1.000 Einwohner etwa 120,98 Unternehmen. Statistisch gesehen ist somit jeder achte Einwohner, genauer eine von 8,3 Personen, ein Unternehmensgründer.

Unter den neu registrierten Firmen verfügen 78 über ein eingetragenes Kapital von jeweils mehr als 100 Millionen Yuan (ca. 14,42 Millionen US-Dollar). Diese Unternehmen sind in den Branchen wie Finanzwesen, Kapitalmarktdienstleistungen, Technologieförderung und -anwendung, Software und Informationstechnologie sowie erneuerbare Energien tätig.

Das Gesamtkapital dieser Neugründungen beläuft sich auf 58,91 Milliarden Yuan, was einem Durchschnittskapital von 2,65 Millionen Yuan pro Unternehmen entspricht.

Auch ausländische Investitionen verzeichneten einen Aufwärtstrend. Bis zum 25. Januar wurden 500 neue ausländisch investierte Unternehmen gegründet, was einem Anstieg von 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Hauptinvestoren stammten unter anderem aus den Vereinigten Staaten, Singapur, Südkorea, Kanada, Japan, Australien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland.

Der strategische Fokus der Stadt auf zukunftsweisende Branchen zeigt sich im raschen Wachstum von Unternehmen im Bereich Wissenschaftsforschung und technologische Dienstleistungen. Im gleichen Zeitraum wurden in Shanghai 7.753 neue Unternehmen dieses Sektors registriert, ein Anstieg von 40,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Staatliche Initiativen tragen dazu bei, Unternehmen in strategischen Zukunftsbranchen wie Gehirn-Computer-Schnittstellen anzuziehen. Dazu zählt beispielsweise das Unternehmen Shanghai Weinao Zhilian Technology.

Der Finanzchef des Unternehmens für Gehirn-Computer-Schnittstellen, Liu Baiwei, erklärte, das Ziel sei es, Shanghais Stärken in der industriellen Kette zu nutzen. Dazu gehörten unter anderem die klinische Forschung und die Anwendung hochwertiger Medizingeräte, um den Abstand zu führenden ausländischen Programmen zu verringern.

Shanghais dynamisches industrielles Ökosystem für Zukunftsbranchen wird von vielen neuen Unternehmen oft als „Regenwald“ bezeichnet, der Marktteilnehmern umfassende Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus bietet.

Li Hui, Gründer von Shanghai Yuansheng Xinchuang Technology, beschrieb Shanghai als eine Stadt, die professionelle Grundlagen der Musiktechnik perfekt mit der Begeisterung für digitale Innovation verbindet. Shanghai bietet damit ideale Voraussetzungen, um das europäische Monopol bei Chips für digitale Musikinstrumente zu durchbrechen.

Xu Xinmei, Geschäftsführerin von Shanghai Rain Casting Information Technology, begründete ihre Entscheidung für den Start des Haustier-Roboter-Geschäfts im Bezirk Minhang folgendermaßen: „Shanghai steckt voller Talente, nicht nur wegen seiner starken Industrie und vielen führenden Unternehmen, sondern auch weil die Menschen bewusst hier bleiben möchten.“

 

 

Ein Beitrag von Jiefang Daily.