Shanghaier Gemeindekulturzentrum öffnet Türen für ausländische Touristen
Die Städtische Verwaltung für Kultur und Tourismus von Shanghai veranstaltete am 7. August im Gemeindekulturzentrum Dapuqiao den Tag der offenen Tür. In diesem Jahr wurden erstmals ausländische Touristen aus Österreich, Frankreich, der Schweiz und Deutschland eingeladen, gemeinsam mit Einwohnern der Stadt in die Gemeindezentren zu kommen und die öffentlichen Kulturangebote auf lokaler Ebene hautnah zu erleben.
des Dapuqiao-Viertels besuchen. [Foto mit freundlicher Genehmigung des Veranstalters]
Auf der öffentlichen Kunstbühne, in den Werkstätten für immaterielles Kulturerbe und in den Kunstkursen bekamen die ausländischen Gäste einen Einblick in den Alltag der Einheimischen. Sie lauschten einer Aufführung der traditionellen Erzählkunst Pingtan aus der Region des Jangtse-Flussdeltas, versuchten sich selbst an traditionellem Kunsthandwerk und spürten bei Gesprächen mit den Anwohnern die warme Atmosphäre des Gemeinschaftslebens.
Zu den Teilnehmern aus Österreich gehörten Gunther Swoboda aus Wien, der 19-jährige Lukas Swoboda und Maria Berne. Gunther ist ein großer Fan der chinesischen Küche und kannte China bisher hauptsächlich durch die chinesischen Restaurants in seiner Heimat. „Diese wunderschönen traditionellen chinesischen Kulturgüter haben mein Verständnis von China völlig verändert. Von nun an bin ich auch ein Fan der chinesischen Kultur“, sagte er.
Lukas interessiert sich seit Langem für die chinesische Geschichte und Kultur. Auf dieser Reise besuchte er die Terrakotta-Armee (die berühmten Soldatenfiguren aus Ton in Xi'an), die Große Mauer und andere historische Stätten. Für ihn kann man das echte Leben einer Stadt besser in den Gemeinden spüren als an den bekannten Sehenswürdigkeiten.
Maria reiste mit ihren Kindern, um ihnen eine andere Kultur näherzubringen. „Das bunte Leben in der Gemeinschaft hat diese Reise um besonders lebendige Erinnerungen bereichert. Morgen endet unsere Reise, und ich bin wirklich traurig, Abschied zu nehmen“, sagte sie.
Der pensionierte Anwalt Christian aus der Schweiz besuchte China nach zwanzig Jahren wieder. Damals reiste er nach Hong Kong und Hainan und wollte seitdem immer wieder nach China zurückkehren, aber es ergab sich nie die Gelegenheit. Dieses Mal besuchte er die Große Mauer, Xi'an und Shanghai. Er sagte, dass sich in zwanzig Jahren viel in China verändert habe, aber die herzliche Gastfreundschaft der Menschen sei geblieben. „Es ist wunderbar, wieder die Stimmen der Chinesen zu hören“, sagte er.
Ulrike aus Deutschland wollte schon seit vielen Jahren nach China reisen. Sie sagte: „Jetzt bin ich endlich hier. Es fühlt sich an, als wäre ich ein Teil des Lebens der Einheimischen geworden. Alles ist wahr geworden – dieses Gefühl ist einfach wunderbar.“
Viele der Gäste äußerten, dass der Besuch in der Gemeinde und das praktische Erleben der Kultur ihnen einen tieferen Eindruck von Shanghai hinterlassen haben als reine Besichtigungen. Mit dieser Veranstaltung unternimmt die Städtische Verwaltung für Kultur und Tourismus von Shanghai einen neuen Versuch, die Öffnung nach außen zu fördern und den kulturellen Austausch zwischen China und anderen Ländern zu vertiefen.
Ein Beitrag von Shanghai Observer.