Schulterschluss im Bildungswesen: Erste „Chinese Bridge“-Delegation des Konfuzius-Instituts Hamburg besucht Shanghai

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Vom 9. bis 13. dieses Monats fand eine Reise der „Chinese Bridge“-Delegation des Konfuzius-Instituts Hamburg in Shanghai statt. Das Besuchsprogramm wurde vom Center for Language Education and Cooperation (CLEC) des chinesischen Bildungsministeriums gefördert und vom Büro für Konfuzius-Institute der Fudan-Universität organisiert. Für das Konfuzius-Institut Hamburg war es das erste Mal, ein solches Projekt zu initiieren.

Die Delegation setzte sich aus insgesamt acht Teilnehmenden zusammen, darunter Mitgliedern der Schulleitung, den Verantwortlichen für internationale Kooperationen und die jeweiligen Chinesisch-Projekte sowie einer Vertretung des Konfuzius-Instituts Hamburg. Zu den beteiligten Einrichtungen gehörten die Ida-Ehre-Schule Hamburg, das Gymnasium am Tannenberg, die SWS Schulen Schwerin (Haus des Lernens) und die HLA Flensburg.

Internationaler Bildungsdialog an der Fudan-Universität

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Die Delegation deutscher Bildungsexperten zu Gast in der Germanistikabteilung der Fudan-Universität. [Foto mit freundlicher Genehmigung der Fudan-Universität]

​Am 10. Mai traf die Delegation an der renommierten Fudan-Universität ein und wurde von Hu Wenhua, der stellvertretenden Direktorin des Büros für Konfuzius-Institute dieser Hochschule, mit einem Willkommensbankett empfangen. Am Nachmittag nahmen die Teilnehmenden an der Informationsveranstaltung „Study at Fudan, Embrace the World“ der Abteilung für internationale Studierende teil, um sich über die internationalen Studienprogramme der Universität zu informieren. Im Vorfeld der Konferenz kam es zudem zu einem exklusiven Treffen zwischen der Delegation und dem Vizepräsidenten der Fudan-Universität, Zhou Lei, sowie der Leiterin der Abteilung für internationale Studierende, Su Kui.

Während ihres Aufenthalts an der Universität besuchte die Gruppe die Germanistikabteilung, um Einblicke in deren historische Entwicklung und aktuelle Forschungsschwerpunkte zu gewinnen. Bei Fachgesprächen mit der Abteilung für internationale Studierende und der International Cultural Exchange School (ICES) informierten sich die deutschen Bildungsexperten über aktuelle Mobilitätsprogramme. Dabei galt ihr besonderes Augenmerk der neuen intelligenten Lehr- und Forschungsplattform „Mandarin×Mind“, die vom Fudan-CTI (Chinese Testing International) Innovation Center entwickelt wurde. Den Abschluss des Programms im Hochschulbereich bildete ein Besuch des Österreich-Zentrums an der Universität.

Gelebte Internationalität an Shanghaier Schulen

Im weiteren Verlauf der Reise besuchte die Delegation drei Mittelschulen in Shanghai, die sich durch ein starkes Profil im Bereich Deutsch als Fremdsprache auszeichnen: die High School Affiliated to Fudan University, die Shanghai Foreign Language School Affiliated to SISU (Shanghai International Studies University) und die Shanghai Ganquan Foreign Languages Middle School.

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Die deutsche Delegation beim Rundgang durch die Shanghai Ganquan Foreign Languages Middle
School. [Foto mit freundlicher Genehmigung der Fudan-Universität]

​In der zur Fudan-Universität angeschlossenen Mittelschule stellte der Vize-Schulleiter Li Jun den deutschen Gästen die Entwicklung der Schule vor. Bei einem anschließenden Rundgang führte Chen Yu, kommissarische Sekretärin des Jugendverbandes, die Gruppe über das Gelände und erläuterte das Curriculum sowie das pädagogische Konzept der Schülerförderung. Zum Schluss besichtigten die Gäste eine Probe des schuleigenen Orchesters.

In der SISU-Fremdsprachenmittelschule hießen der Schulleiter Du Yuehua und die stellvertretende Schulleiterin Hang Hongli die Delegation willkommen. Sie präsentierten die Erfolge der internationalen Ausrichtung der Schule und des Deutschunterrichts. Im Anschluss fand ein Austausch in Form einer Gesprächsrunde zwischen der Delegation und Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der Deutschklassen statt. Anschließend besichtigte die Delegation aus Hamburg in Begleitung der jungen Deutschlernenden das Schulmuseum und erlebte eine Vorführung des Robotik-Projekts.

In der Shanghai Ganquan Foreign Languages Middle School wurde die Delegation mit dem deutschen Kinderlied „Ich habe einen kleinen Papagei“, vorgetragen von Schülern der 6. Klasse, sowie mit einer deutschsprachigen Präsentation von Oberstufenschülern zum Thema „Das Schüleraustauschprogramm zwischen Shanghai und Hamburg“ begrüßt. Schulleiter Zhou Gang begleitete die Gruppe persönlich bei der Besichtigung des Campus. Besonders beeindruckt waren die Gäste von den Fachräumen der Schule, darunter das Kultur-Erlebniszentrum „Understanding China“, ein innovatives Lernzentrum und ein interaktiver Erlebnisraum.

Während der gesamten Schulbesuche nutzten das Konfuzius-Institut Hamburg und die vier deutschen Schulen die Gelegenheit, um ihre eigenen Unterrichtsangebote für Chinesisch, internationale Projekte und bestehende Kontakte zu chinesischen Bildungseinrichtungen vorzustellen. Die Delegationsmitglieder betonten unter anderem ihren Wunsch, langfristige und stabile Partnerschaften mit den Shanghaier Schulen zu etablieren, um den Lehrer- und Schüleraustausch sowie den Austausch von Bildungsressourcen nachhaltig zu fördern und die traditionelle Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai weiter zu vertiefen.

Wirtschaftsbesuche und kultureller Einblick

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Die Reisegruppe gemeinsam mit Vertretenden des Shanghaier Standorts des Hamburger
Unternehmens Beiersdorf vor Ort. [Foto mit freundlicher Genehmigung der Fudan-Universität]

​Am Vormittag des 13. Mai stand der Besuch des Innovationszentrums von Beiersdorf in Shanghai auf der Agenda. Tom Wang, Direktor für Forschung und Entwicklung, gab der Gruppe einen fundierten Überblick über die globale Ausrichtung des Unternehmens. Bei der anschließenden Besichtigung des klinischen Testzentrums, des Verbraucher-Testzentrums und der Ausstellungsfläche für nachhaltige Entwicklung lernten die Pädagogen die komplexen Forschungsabläufe, Produktinnovationen und die nachhaltige Unternehmensphilosophie kennen.

Flankiert wurde das Programm durch umfassende Exkursionen in die Stadt, bei denen die Teilnehmenden kulturelle Wahrzeichen Shanghais kennenlernten, darunter der Yu-Garten, die historische Wasserstadt Zhujiajiao, die berühmte Uferpromenade Bund, die Einkaufsstraße Nanjing Road sowie das Künstlerviertel Tianzifang. Die Teilnehmenden merkten an, dass sie durch diese unmittelbaren Eindrücke ein authentisches, vielschichtiges und offenes Bild des modernen Chinas gewonnen und ihr Verständnis für die gesellschaftliche Entwicklung und die urbane Kultur des Landes vertieft hätten.

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Erfolgreicher Abschluss: Feierliche Zertifikatsübergabe an deutsche Bildungsexperten.
[Foto mit freundlicher Genehmigung der Fudan-Universität]

​Am selben Tag fand zum Abschluss der Reise ein feierliches Abschiedstreffen an der Fudan-Universität statt, an dem auch Hu Wenhua teilnahm. Die Delegationsmitglieder zogen dabei ein durchweg positives Fazit und betonten, die gesammelten Impulse nun ganz praktisch nutzen zu wollen. Ihr Ziel sei es, den Chinesischunterricht an den eigenen Schulen gezielt auszubauen und die Kontakte zu den chinesischen Partnern nachhaltig zu festigen. Zudem wolle man sich in Zukunft verstärkt für lebendige Austauschprogramme einsetzen, um noch mehr jungen Menschen aus Deutschland den Weg für einen Lern- und Kulturaufenthalt in China zu ebnen.

 

 

Ein Beitrag der Fudan-Universität.