Kulinarischer Brückenschlag in Shanghai: Wenn Hamburger Schulkinder auf China treffen

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Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai festigen auch Schulkinder durch kulinarische Begegnungen und interkulturellen Dialog das Fundament für ihre gemeinsame Zukunft.

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Kulinarischer Brückenschlag: Hamburger Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (2.v.r.) bereitet
zusammen mit deutschen und chinesischen Schülerinnen und Schülern traditionelle Jiaozi zu.
[Foto: Jiefang Daily]

„Ich mag chinesisches Essen sehr, besonders Rührei mit Tomaten“, erzählt ein deutsches Mädchen namens Lou am 15. dieses Monats auf Mandarin in der Deutschen Schule Shanghai (DSS). Zwar sähen die von ihr selbst gemachten „Jiaozi“, also chinesische Teigtaschen, „nicht besonders hübsch“ aus, doch die gemeinsame Zubereitung der Spezialitäten mit ihren chinesischen Partnern sei für sie eine „äußerst spannende Erfahrung“ gewesen.

Das zehnjährige Mädchen ist auch Mitglied der Delegation der Hamburgischen Bürgerschaft unter der Leitung von Präsidentin Carola Veit. Diese besuchte vor kurzem anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Shanghai die ostchinesische Metropole. Im Mittelpunkt des Austauschs in der Schule stand eine interkulturelle Begegnung mit Musik- und Kulinarikprogramm.

​„In einer Zeit, in der oft Differenzen betont werden, zeigen uns die Kinder, wie natürlich es sein kann, einander mit Offenheit und Aufrichtigkeit zu begegnen“, betonte Franco Micheli, Grundschulleiter der DSS, in seiner Ansprache. Der diesjährige Kunstwettbewerb der Schule stand unter dem Motto „Brücken“. Der aktuelle Austausch erwies sich dabei als lebendige Umsetzung dieses Themas, indem er reale Verbindungen zwischen Menschen und Kulturen schuf.

Ein Highlight des Programms war das gemeinsame Kochen von Jiaozi und Apfelstrudel, bei dem die Schulkinder durch Teamwork einander näherkamen. Wang Lingxuan von der Shanghai Huangpu Foreign Language Primary School zeigte sich erfreut über die „neuartige Erfahrung“, zusammen mit deutschen Freunden Spezialitäten aus beiden Ländern zuzubereiten. „Es macht großen Spaß“, so das chinesische Mädchen. Der deutsche Schüler Laurens ist vor allem von seinen Lieblingsspeisen begeistert: „Ich mag am besten Xiaolongbao (eine andere mit Brühe gefüllte Teigtaschenart) und Jiaozi.“

Ni Hongxing, die stellvertretende Leiterin der chinesischen Grundschule, berichtet, dass die beiden Schulen auf eine über 20-jährige Partnerschaft mit regen gegenseitigen Besuchen zurückblicken. Während sich der Austausch früher primär auf den Unterricht und einzelne Aktivitäten beschränkte, erreicht die Kooperation nun eine neue Tiefe. Durch die gemeinsamen Projekte hätten die Kinder nicht nur ihre Freundschaft vertieft, sondern auch ein greifbares Verständnis für die Verbindungen zwischen Städten entwickelt. Diese Erfahrung werde sie nachhaltig prägen, führte Ni aus.

​Während des Besuchs unterstrich Veit, dass gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit angesichts der heutigen globalen Lage wichtiger denn je seien. Als Beispiel nannte sie die erfolgreiche Kooperation zwischen Hamburger und chinesischen Unternehmen, die auf langjährigem Vertrauen und Respekt basiert. Eine Partnerschaft müsse langfristig gepflegt werden und dürfe sich nicht auf einen einmaligen Besuch beschränken. Mit Blick auf die junge Generation stellte die Politikerin fest, dass Jugendliche heute zwar vor komplexeren Herausforderungen stünden, ihnen jedoch auch vielfältigere Chancen zur Verfügung stünden. Dank Plattformen wie den sozialen Medien seien sie in der Lage, ihren eigenen Weg zu finden und engere Verbindungen zu knüpfen.

Zudem wies die Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft darauf hin, dass die zwei Städte stets eine hervorragende Beziehung gepflegt hätten. Trotz ihrer unterschiedlichen Größe vertiefen sie ihren wirtschaftlichen Austausch und ihre gegenseitigen Investitionen stetig. Insbesondere die Beteiligung Shanghais am Hamburger Hafen ist für Europa von großer Bedeutung. Vor dem Hintergrund des globalen Wandels arbeiten beide Seiten nun daran, neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten, etwa im Bereich der Informationstechnologie. Ziel sei es, auch in Zukunft eine Win-win-Situation zu schaffen.

 

 

Ein Beitrag von Jiefang Daily.