Chinas erstes Zentrum für Strafrecht mit Auslandsbezug in Shanghai eingerichtet
Angesichts der wachsenden Herausforderungen für chinesische Unternehmen und Staatsbürger im Ausland wurde kürzlich das erste Forschungszentrum für strafrechtliche Fragen mit Auslandsbezug in Shanghai eingerichtet. Diese neue Institution mit dem Namen „Forschungszentrum für den Schutz strafrechtlicher Rechts und Interessen sowie die Risikoprävention mit Auslandsbezug“ ist an der Universität für Politikwissenschaften und Recht Ostchinas angesiedelt.
Nach Ansicht der Experten könnte die Bereitschaft der ausländischen Akteure zu Investitionen, Austausch und Zusammenarbeit beeinträchtigt werden, wenn die systematischen Unterschiede zwischen China und dem Ausland nicht wirksam erklärt werden, weshalb das Forschungszentrum seine Arbeit aufnehmen muss.
Ziel des Zentrums ist es, dringende Fragen der Rechtspraxis zu erforschen, darunter die Gewährleistung der rechtmäßigen Rechte und Interessen von im Ausland tätigen Unternehmen und Bürgern, die Stärkung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Geldwäsche im Zusammenhang mit virtuellen Währungen und die Rückführung von Auslandsvermögen.
Als interdisziplinäre Einrichtung verbindet das Forschungszentrum den strafrechtlichen Schutz ausländischer Rechte mit der Risikoprävention und schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis. Derzeit arbeiten dort 26 Forschende aus dem Jangtse-Flussdelta und anderen Regionen. Darunter sind 16 Lehr- und Forschungskräfte von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, von denen die meisten über akademische Hintergründe aus verschiedenen Ländern wie Großbritannien, den USA, Deutschland und Japan verfügen. Zu ihnen zählt auch Sun Wanhuai, Dekan der Fakultät für Strafrecht der Universität für Politikwissenschaft und Recht Ostchinas. Hinzu kommen 10 Praktiker, darunter Anwälte mit einschlägiger Erfahrung in der strafrechtlichen Praxis mit Auslandsbezug.
Ren Suxian ist Direktorin des Forschungszentrums für Rechtsinnovation in der Jangtse-Flussdelta-Region und zugleich Exekutivdirektorin des Forschungszentrums. Sie erklärte, dass die Arbeitsrichtung des Zentrums auf „Verbindung“ ausgerichtet sei und die Leitlinie „Pragmatismus“ laute.
Zugleich wurden mehrere in- und ausländische Experten als Berater des Forschungszentrums berufen, darunter Katalin Ligeti, Präsidentin der Internationalen Vereinigung für Strafrecht (AIDP) und Professorin an der Rechtsfakultät der Universität Luxemburg; Carlos E.A. Japiassu, Vizepräsident der Internationalen Vereinigung für Strafrecht und Professor an der Rechtsfakultät der Universität Rio de Janeiro sowie weitere.
Darüber hinaus haben Wissenschaftler mehrerer Hochschulen und Anwaltskanzleien aus Ländern wie Kanada, Japan, Kroatien, Italien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Niederlanden und den USA bereits Vereinbarungen über gemeinsame Forschung unterzeichnet oder werden dies in Kürze tun.
Ein Beitrag von Jiefang Daily.