2025-Daten von Shanghais wegweisender Klimaschutzplattform veröffentlicht
Die neuesten Daten für das Jahr 2025 von Shanghais wegweisender Klimaschutzplattform „Carbon Inclusion“ sind am Freitag veröffentlicht worden. Sie zeigen, dass inzwischen mehr als 330.000 Einwohner persönliche CO₂-Konten eröffnet haben.
Die digitale Plattform belohnt die Bevölkerung dafür, im Alltag klimafreundliche Entscheidungen zu treffen.
Unter den verschiedenen CO₂-armen Optionen ist der öffentliche Verkehr der größte Faktor. Er trägt zu 82 Prozent der individuellen Emissionsminderungen bei. Besonders deutlich wird dieser Effekt in der Shanghaier Metro.
„Als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Shanghai ermöglichen wir es den Fahrgästen, ihr klimafreundliches Verhalten zu quantifizieren. Für jeden zurückgelegten Kilometer erhalten sie eine Gutschrift, die einer CO₂-Reduktion von 97 Gramm entspricht. Diese Gutschriften können anschließend gegen konkrete Prämien eingelöst werden. Zugleich bauen wir unsere eigene grüne Stromerzeugung aus. Dach-Photovoltaikanlagen in unseren Depots haben bereits 267 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom erzeugt“, erklärte Zhu Dahuan, stellvertretende Direktorin des Büros für Energieeinsparung der Shanghai Shentong Metro Group.
An der Shanghai Environment and Energy Exchange, einem zentralen Bestandteil des städtischen Emissionshandelssystems, ist ein geschlossenes Anreizmodell in Betrieb, das die Einlösung der von Einzelpersonen erworbenen CO₂-Gutschriften ermöglicht.
„Unser Fokus geht über die bloße Erfassung umweltfreundlichen Verhaltens hinaus. Wir verleihen ihm einen realen Marktwert. Bis Ende 2025 wurden mehr als 100 Prämienangebote eingeführt, darunter digitaler Renminbi, Produktgutscheine und Touristentickets. Über 530.000 Bestellungen wurden aufgegeben, was die starke Beteiligung und das große Engagement der Bevölkerung zeigt. Dadurch entstehen mehrere Nutzungspfade. Unternehmen können die Gutschriften erwerben, um ihre Compliance-Ziele zu erfüllen, oder sie kommen in innovativen umweltjuristischen Verfahren zur ökologischen Wiederherstellung zum Einsatz. So bleibt das System wirtschaftlich tragfähig, und die Prämien für die Öffentlichkeit werden direkt finanziert“, sagte Xu Mingyi, Generalmanagerin der Shanghai Environment and Energy Exchange.
Ein zentraler Architekt des Systems erläuterte, warum Shanghais Ansatz zunehmend als Blaupause für andere Megastädte gilt.
„Vertrauen ist die Grundlage dieses gesamten Systems. Unsere Shanghai-Lösung nutzt Blockchain-Technologie, um zu gewährleisten, dass jede CO₂-Gutschrift vollständig nachvollziehbar und fälschungssicher ist. Dieses vertrauensbasierte Modell weiten wir nun aus, nicht nur auf neue Lebensbereiche wie Recycling und Energieeinsparung, sondern auch durch den Aufbau spezieller CO₂-Gutschriften-Zentren auf Bezirksebene. Dadurch entsteht ein deutlich kleinteiligeres und attraktiveres Modell für nachhaltiges urbanes Leben“, sagte Zhao Min, Leiter der Abteilung für Kohlenstoffemissionen am Shanghai Technology Center for Reduction of Pollution and Carbon Emissions.
Shanghais Carbon Inclusion bietet ein Anreizmodell für ein grünes urbanes Leben. Indem es die kollektive Wirkung alltäglicher Verhaltensweisen bündelt, leistet das System einen konkreten Beitrag zu Chinas Zielen der CO₂-Spitze und der Klimaneutralität. Es zeigt, dass die Kraft, eine nachhaltige Zukunft für den Planeten zu gestalten, tatsächlich in den Händen jedes Einzelnen liegt.
Quelle: CRI