Globale Konzerne erweitern Produktionskapazitäten in China
Der schwedische Edelstahl- und Speziallegierungshersteller Alleima hat am Dienstag sein neues Zweigwerk in Zhenjiang, Provinz Jiangsu, in Betrieb genommen. Dies unterstreicht das anhaltende Vertrauen internationaler Unternehmen in den chinesischen Markt. Die Investition in Höhe von 193 Millionen Yuan verdoppelt die lokale Produktionskapazität und ermöglicht kürzere Lieferzeiten für asiatische Kunden.
„Diese Investition bekräftigt unser langfristiges Engagement für den chinesischen Markt, eines unserer wichtigsten Wachstumsgebiete“, erklärte Carl von Schantz, Präsident des Rohrgeschäftsbereichs von Alleima, bei der Einweihung.
Durch den Ausbau lokaler Produktionskapazitäten optimieren ausländische Unternehmen ihre globalen Lieferketten. Sie intensivieren die Kooperation mit chinesischen Kunden und fördern die Modernisierung der Industrieketten. Ein positives Beispiel hierfür ist der deutsche Sportwagenhersteller Porsche.
Porsche eröffnete am 5. November sein erstes strategisches Forschungs- und Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands im Hongqiao International Central Business District in Shanghai. Das 10.000 Quadratmeter große Zentrum soll durch die Integration deutscher Ingenieurskunst in Chinas digitales Innovationsökosystem die F&E-Kapazität der Marke erweitern.
„Unser F&E-Zentrum in China ist eine strategische Säule, die deutsche Ingenieurskompetenz mit Chinas Zukunft der Digitalisierung verbindet“, sagte Sajjad Khan, Vorstandsmitglied für Car-IT bei der Porsche AG. Die erste große Entwicklung ist ein exklusives Infotainmentsystem der nächsten Generation für den chinesischen Markt, das ab Mitte 2026 in mehreren Porsche-Modellen eingeführt wird.
Johnson & Johnson hat ebenfalls seine F&E-Aktivitäten in China ausgebaut. Im Mai eröffnete das US-amerikanische Unternehmen ein Innovationszentrum in Peking. Es dient als Netzwerk für Wissenschaft, Industrie, Bildung und Anwendung. Das Zentrum bietet multinationalen Gesundheitsunternehmen umfassende Unterstützung von der Innovation bis zur Markteinführung.
„Chinas starke Unterstützung für industrielle Innovation und technologische Modernisierung entspricht unserem Ziel, die Gesundheitsbranche weiterzuentwickeln“, betonte Zhou Mintao, Präsident von Johnson & Johnson MedTech China. Das Unternehmen plant zudem ein Digitales Innovationszentrum, das sich auf Künstliche Intelligenz, intelligente Chirurgie und digitale Diagnostik-Hilfstechnologien spezialisiert.
Diese Investitionen sind ein Beleg dafür, dass die ausländischen Unternehmen nicht nur ihre Produktionskapazitäten erweitern, sondern sich auch intensiv mit lokalen Innovationsnetzwerken verknüpfen. Sie profitieren von der hohen Entwicklungsdynamik und der staatlichen Förderung Chinas.
Ein Beitrag des China Securities Journal.