Shanghai will die Entwicklung der Internationalen Geschäftskooperationszone beschleunigen

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Ein Entwurf der Eastern Hub Internationalen Geschäftskooperationszone.

Die ostchinesische regierungsunmittelbaren Stadt Shanghai wolle die umfassende Entwicklung ihrer Eastern Hub Internationalen Geschäftskooperationszone, einer strategischen Plattform für die Öffnung auf hohem Niveau, beschleunigen, so die Regierungsbeamten auf einer Pressekonferenz am Freitag. Vorgestellt wurden noch drei grundlegende regulatorische Rahmenbedingungen, die die Entwicklung der Zone unterstützen und einen reibungslosen Betrieb mit internationaler Prägung gewährleisten sollen.

Der Aufbau dieser Geschäftskooperationszone wurde im Februar 2024 vom chinesischen Staatsrat, dem Kabinett des Landes, genehmigt. Die Zone befindet sich zwischen dem Internationalen Flughafen Pudong und dem Shanghaier Ostbahnhof. Die 0,88 Quadratkilometer große Zone zielt darauf ab, ein global vernetztes, innovationsgetriebenes und dienstleistungsorientiertes Geschäftszentrum zu schaffen. Das Pilot-Gebiet soll bis Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden, während die gesamte Zone bis 2028 und die Gesamtfertigstellung bis Ende dieses Jahrzehntes erfolgen.

Drei neue Rahmenwerke zur Unterstützung der institutionellen Innovation

Um die Entwicklung der Zone zu lenken und einen effizienten Betrieb zu gewährleisten, wurden drei wichtige regulatorische Rahmenbedingungen eingeführt:

Städtische Verwaltungsvorschriften von Shanghai, die rechtliche und operative Leitlinien für die Planung, den Bau und die Verwaltung der Zone bieten;

Zollüberwachungsvorschriften des Zollhauptamtes, die eine rationelle Kontrolle von Waren, Gepäck und persönlichen Gegenständen ermöglichen;

Ein- und Ausreisevorschriften der Nationalen Einwanderungsbehörde, die einen flexibleren und effizienteren grenzüberschreitenden Personenverkehr ermöglichen.

Diese Vorschriften spiegeln ein breiteres Ziel wider: die Zone soll zu einem nationalen Testfeld für institutionelle Reformen und die Öffnung auf hohem Niveau werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

Erleichterte Ein- und Ausreise für Einzelpersonen: Eingeladene ausländische Staatsangehörige können visumfrei in die Zone einreisen und dort bis zu 30 Tage aufenthalten, wobei eine Verlängerung möglich ist. Sie können auch die bestehenden Richtlinien für Hafenvisum und visumfreien Transit in Anspruch nehmen. Inländische Bürger können mit einem speziellen Durchgangsausweis in die Zone einreisen.

Vereinfachte Zollverfahren für persönliche Gegenstände: Von ausländischen Besuchern mitgebrachte Waren für den Eigengebrauch werden nur noch einer Sicherheits- und Quarantänekontrolle unterzogen. Inländische Besucher können Gegenstände, die sie beim Verlassen der Geschäftskooperationszone wieder mitzunehmen brauchen, vorab registrieren, um die Abfertigung beim Verlassen zu beschleunigen.

Effiziente Verwaltung von Waren und Logistik: Für Waren, die in die Zone gelangen oder sie verlassen, gelten ähnliche Regelungen wie in Freihandelszonen: Zollverschluss, Steuernachlass und Steuerbefreiung. Kommerzielle Dienstleister in der Zone können über ein Checkpoint-Registrierungsmodell auch im Inland bezogene Materialien ein- und auslagern.

Aufbau einer neuen Plattform für internationalen Austausch

Die Zone ist als Plattform konzipiert für:

Globalen Geschäftsaustausch, die einen vereinfachten visumfreien Zugang für eingeladene ausländische Fachkräfte ermöglicht und Unterstützung für die Veranstaltungen wie internationalen Konferenzen, Ausstellungen, Produkteinführungen und Messen bietet. Die Zone bietet außerdem Zollfreiheit für Betriebsausrüstungen und erleichtert die branchenspezifische Ausbildung in Bereichen wie Medizintechnik, Luftfahrt und spezialisierte Dienstleistungen.

Grenzüberschreitende Forschung, Entwicklung und Innovation, mit Zollbestimmungen und Steuerbefreiungen für importierte Instrumente und Materialien. Die Zone unterstützt eine Reihe von Tätigkeiten, wie z. B. Forschung und Entwicklung unter Zollverschluss, grenzüberschreitenden E-Commerce, Softwaretests und Datenverarbeitung. Für Schlüsselindustrien wie Biomedizin, Halbleitertechnik, KI, Luft- und Raumfahrt sowie neue Werkstoffe werden Einrichtungen auf hohem Niveau entwickelt, um die internationale Zusammenarbeit und den Technologietransfer zu fördern.

Freiberufliche Dienstleistungen, die es Fachleuten mit ausländischer Zertifizierung ermöglichen, Dienstleistungen in Bereichen wie Buchhaltung, Finanzen, Recht, Beratung und Inspektion anzubieten. Die Zone unterstützt auch ausländisch investierte medizinische Einrichtungen, internationale Gesundheitsdienste und grenzüberschreitende Geschäftsmodelle wie den Offshore- und digitalen Handel, um somit neue Kanäle für die globale Ressourcenallokation und das Unternehmenswachstum zu schaffen.

Hochwertige Infrastruktur und Dienstleistungen

Die Zone wird nach internationalen Standards gebaut und verfügt über eine Planung und Stadtgestaltung von Weltklasse. Sie orientiert sich an weltweit bewährten Verfahren und einem von der Stadt genehmigten Regulierungsplan, der den Schwerpunkt auf räumliche Koordination, grüne Entwicklung und nahtlose Verbindungen zwischen den Kerngebieten legt.

Die Zone umfasst Kongresszentren, Hotels und gemischt genutzte kulturelle und kommerzielle Zentren, die für globale Ausstellungen, Konferenzen und Geschäftstreffen konzipiert sind und gleichzeitig hochwertige Unterkünfte, Restaurants, Einzelhandels- und Freizeitangebote in einem integrierten Raum bieten.

Umfassende mehrsprachige Dienstleistungen und ein bequemes Zahlungssystem, unterstützt durch internationale Flugverbindungen und eine umfassende finanzielle und medizinische Infrastruktur, schaffen gemeinsam ein nahtloses Umfeld für internationale Geschäftsleute.

Die Regierungsbeamten betonten, dass die Zone eine wichtige Rolle bei der Förderung der regionalen Integration spiele und Shanghai dabei helfe, seine Position als internationales Wirtschafts-, Finanz-, Handels-, Schifffahrts-, Innovationszentrum sowie Zentrum für Wissenschaft und Technologie zu festigen.