Internationaler Medizintourismus in China boomt

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Immer mehr ausländische Patienten, auch aus Industrieländern, kommen in den letzten Jahren zur medizinischen Behandlung nach China. Dieser Trend ist sowohl auf die Qualitätsverbesserung des chinesischen Gesundheitssystems als auch auf die Lockerung der Visumpolitik zurückzuführen.

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[Foto von VCG]

 

Durch den Boom des internationalen Medizintourismus in China sieht man positive Entwicklungen: Die medizinische Qualität des Landes wird zunehmend von internationalen Besuchern anerkannt, der Behandlungsablauf wird bequemer, immer mehr Krankenhäuser oder medizinische Institutionen bieten die Möglichkeit der direkten Abrechnung mit internationalen Krankenversicherern, und der Zugang zu innovativen Arzneimitteln wird erleichtert.

„Früher kamen ausländische Patienten meist nur mit leichten Krankheiten. Heute führen wir bei ihnen anspruchsvolle Operationen, Krebsbehandlungen oder Spezialkonsultationen durch. Schon der Hinweis auf unsere Roboter-Chirurgie gibt ihnen Sicherheit“, sagte Gu Jingwen, Leiterin des Internationalen Medizinischen Zentrums am Huashan-Krankenhaus der Fudan-Universität.

Laut Gu steige die Zahl der ausländischen Patienten seit 2024 um einen zweistelligen Prozentsatz. Über die Hälfte davon benötigte chirurgische oder stationäre Behandlungen. „Viele von ihnen kommen auf Empfehlung ihres Hausarztes zu uns“, fügte sie hinzu.

Im September 2024 wurden in Shanghai 13 Krankenhäuser offiziell als „städtische Pilot-Krankenhäuser für internationalen Medizintourismus“ ausgezeichnet. Dazu gehören auch das Huashan-Krankenhaus und das Ruijin-Krankenhaus.

Im Dezember desselben Jahres veröffentlichte das Generalbüro der Shanghaier Volksregierung die „Umsetzungsvorschläge zur Förderung der internationalen medizinischen Innovationsentwicklung in Shanghai“.

Im Rahmen dieser Vorschläge werden die Krankenhäuser in Shanghai angespornt, die Zufriedenheit der ausländischen Patienten insgesamt zu steigern. Gleichzeitig soll der Anteil privater Krankenversicherungen bei der Bezahlung internationaler medizinischer Leistungen steigen. Dazu zählt auch die Einführung von Direktabrechnungen mit diesen Versicherern.

Zudem sollen das Qualitäts- und Sicherheitsmanagement gestärkt sowie Informationssysteme entwickelt werden, die zu internationalen Behandlungs- und Zahlungsmodellen passen.

Cai Jiangnan, Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Shanghai Chuangqi-Instituts für Gesundheitsentwicklung, betonte, dass Kliniken angesichts der weiteren Markterschließung ihre Servicekompetenz ausbauen müssten.

„Wenn internationale Patienten dringend innovative Medikamente oder Geräte benötigen, können unsere Kliniken die bestehenden Genehmigungsprozesse und Koordinationswege aus anderen Regionen, auch im Yangtse-Delta, nutzen“, sagte Cai.

 

 

Ein Beitrag von Yicai.