Hamburg und Shanghai: Musikalische Brückenschläge zum 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft

german.shanghai.gov.cn
微信图片_20260320161802.jpg
Premiere des Mädchenchors in China. [Foto: Hamburg Liaison Office China]

微信图片_20260320161736.jpg
Premiere des Mädchenchors in China. [Foto: Hamburg Liaison Office China]

微信图片_20260320161749.jpg
Premiere des Mädchenchors in China. [Foto: Hamburg Liaison Office China]

​Im Jahr 2026 feiern Hamburg und Shanghai das 40-jährige Jubiläum ihrer engen Städtepartnerschaft. Bereichert wurde das Festjahr im März durch facettenreiche Kulturveranstaltungen, die die Elbe und den Huangpu-Fluss musikalisch miteinander verbanden.

Ein besonderes Highlight war die erste China-Tournee des Mädchenchors Hamburg. Für ihre Premiere in der Volksrepublik hatten die jungen Sängerinnen ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das von deutsch-österreichischen Klassikern über südafrikanische und bulgarische Melodien bis hin zu Vertonungen chinesischer Lyrik aus der Tang-Dynastie (618-907) reichte. Insbesondere die Darbietung zweier chinesischer Lieder, die der Chor eigens einstudiert hatte, begeisterte das Publikum vor Ort. Wie gut die Hamburgerinnen vorbereitet waren, zeigten auch die humorvollen Worte bei der Überleitung zum kraftvollen Song „Fire“. Dem Publikum wurde auf herzlichem, wenn auch holprigem Chinesisch versichert: „Wir schreien euch nicht an, wir lieben euch einfach nur sehr.“ Zum Abschied wählte der Chor die sanften Klänge eines Wiegenliedes und setzte damit einen emotionalen Schlusspunkt unter die Tournee.

Parallel dazu fanden die Feierlichkeiten auch in der Hansestadt ihren Widerhall. In der Hamburger Elbphilharmonie gastierte das „Trio BelleSon“, bestehend aus drei herausragenden Musikern des Shanghai Philharmonic Orchestra. Das Ensemble – besetzt mit dem stellvertretenden Konzertmeister Zhao Yanbo, der Solocellistin Wu Minzhe und der Pianistin Li Xiaoqian – widmete sein Kammerkonzert der tiefen Freundschaft zwischen den beiden Metropolen.

Das Programm des Trios war eine bewusste Hommage an das Konzept des „Dialogs zwischen Ost und West“. Hier traf fernöstliche Poesie auf die Strukturen westlicher Kompositionskunst; folkloristische Melodien verschmolzen mit akademischer Tradition, zeitgenössische Werke mit großen Klassikern. In der besonderen Akustik der Elbphilharmonie entstand so ein Raum, in dem unterschiedliche kulturelle Ausdrucksformen einander nicht nur spiegelten, sondern sich gegenseitig neu entdeckten.