40 Jahre Städtepartnerschaft mit Shanghai: Hamburger Yu-Garten erstrahlt in „Chinesischem Rot“
Am 12. Februar, im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfests, fand in Hamburg die feierliche Veranstaltung „Ouvertüre zur Frühlingsfest-Gala: Die Welt schaut gemeinsam die CMG-Gala“ statt, die gemeinsam von der China Media Group (CMG) und der Hamburger China-Gesellschaft organisiert wurde. Zum Auftakt unterstrichen der Intendant der CMG, Shen Haixiong, und Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, in Videobotschaften die Bedeutung des Events. Während der Veranstaltung hielten unter anderem der chinesische Generalkonsul in Hamburg, Lin Dong, der Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft, Frank Schmitt, der ehemalige Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Kurt Bodewig, der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), Michael Schumann, und der Vorsitzende der Hamburger China-Gesellschaft, Chen Qiuyi, ihre Grußreden. Unter den über 120 Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur befanden sich zudem Corinna Nienstedt, Leiterin des Staatsamtes des Hamburger Senats, Julian Herrmann, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, Ian Karan, der ehemalige Wirtschaftssenator, Roland Salchow, Staatsrat a. D. für Wissenschaft und Forschung, sowie Marina Friedt, Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Nord (DJV Nord). Auch Hu Junjie, Vizepräsident und Pressesprecher der in Shanghai ansässigen Yuyuan Inc., nahm an den Feierlichkeiten teil.
Shen Haixiong betonte in seiner Ansprache, dass die Frühlingsfest-Gala der CMG mit ihrer 43-jährigen Tradition das weltweit meistgesehene Kulturereignis des Jahres sei. Als „spirituelles Festessen zum Silvesterabend“ verbinde sie die Herzen der in- und ausländischen Chinesen. Der Intendant der chinesischen Mediengroup lud überdies das Publikum aus der ganzen Welt ein, die festliche Atmosphäre der Gala hautnah zu erleben und gemeinsam ein neues Jahr voller Inklusivität, Wärme und Hoffnung zu begrüßen.
der Partnerschaft mit Shanghai. [Foto: CCTV]
Der Hamburger Bürgermeister sagte im Video, dass das bevorstehende Jahr des Pferdes für Aufbruch und Tatkraft stehe. Diese Eigenschaften passten perfekt zu Hamburgs Plänen für den Hafenausbau, die infrastrukturelle Aufwertung und die Erweiterung internationaler Kooperationen. Die Volksrepublik sei einer der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik und die Verbindung zwischen Hamburg und chinesischen Städten blicke auf eine lange Tradition zurück. Im Jubiläumsjahr der 40-jährigen Partnerschaft zwischen der deutschen Hansestadt und der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai wolle man die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Kultur weiter vertiefen. Zum Schluss wünschte Tschentscher allen ein fröhliches Neujahrsfest und das weitere Gedeihen der Freundschaft zwischen Deutschland und China.
Der Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg hob in seiner Rede hervor, dass Deutschland und China als zwei führende Volkswirtschaften durch verstärkte strategische Kommunikation und Kooperation für mehr Stabilität und Sicherheit in der Welt sorgen sollten. Lin wies darauf hin, dass 2026 das Auftaktjahr des 15. Fünfjahresplans in China sei. Das Land setze nach wie vor auf qualitativ hochwertige Entwicklung und Öffnung auf hohem Niveau, wovon auch die ganze Welt profitieren werde. Besonders für Norddeutschland, das eine profunde Tradition der Kooperation mit China pflegt, sieht er großes Potenzial für den Ausbau des wirtschaftlichen und kulturellen Austauschs.
Grußwort. [Foto: CCTV]
Frank Schmitt zeigte sich in seiner Rede erfreut über die Einladung zur „Frühlingsfest-Ouvertüre“. Der Mut und die Tatkraft, die das Jahr des Pferdes symbolisiere, seien die treibenden Kräfte für die Entwicklung der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit auf Basis von gegenseitigem Respekt und Vertrauen, sagte der Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft. Er übermittelte unter anderem dem chinesischen Volk Neujahrswünsche für Glück und Erfolg und drückte die Hoffnung aus, dass die bilateralen Beziehungen im neuen Jahr solide Fortschritte machen würden.
zwischen den beiden Wirtschaftsnationen. [Foto: CCTV]
Michael Schumann vom BWA bezeichnete das chinesische Frühlingsfest als Symbol für Neuanfänge, das Familienmitglieder, Freunde und unterschiedliche Generationen zusammenführt. Angesichts der komplexen Weltlage plädierte der BWA-Vorstandsvorsitzende für eine rationale Kommunikation sowie stetige Förderung von Handel und kulturellem Austausch zum beiderseitigen Vorteil. Er hoffe, dass beide Seiten im neuen Jahr den Austausch in allen Bereichen intensivieren und die Zusammenarbeit sowohl in der Tiefe als auch in der Breite weiter ausbauen würden.
Chen Qiuyi von der Hamburger China-Gesellschaft erinnerte in seinem Beitrag an die engen Bande, die in den vergangenen vier Jahrzehnten zwischen Hamburg und Shanghai – etwa in Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur - geknüpft wurden. Er sieht in den Jubiläumsfeierlichkeiten den idealen Anlass, um sowohl die wirtschaftliche Interaktion als auch den zivilgesellschaftlichen Austausch auf Ebene der Städtepartnerschaft und der beiden Länder weiter zu fördern und ein neues Kapitel der Freundschaft aufzuschlagen.
(rechts) bringen chinesische Klänge in die Hansestadt. [Foto: CCTV]
Die Feierlichkeiten wurden unter anderem von Kulturdarbietungen begleitet: Der bekannte Chinesisch-Chor an der Burg begeisterte das Publikum mit zweisprachigen Interpretationen von Klassikern wie „Jasminblüte“ und „365 Segenswünsche“. Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters präsentierten zudem chinesische Meisterwerke wie „Chinesische Trommel“ und „Galoppierende Pferde“. Ein eindrucksvoller Beweis für die besondere Dynamik des musikalischen Austausches der zwei Kulturen.
[Foto: CCTV]
Neben musikalischen Darbietungen boten Präsentationen Einblicke in die Vielfalt der chinesischen Kultur. Besondere Aufmerksamkeit erregten die exklusiv für das Jahr des Pferdes entworfenen Merchandise-Artikel der CMG-Gala, die vor Ort ausgestellt wurden.
Veranstaltung in festlicher Beleuchtung. [Foto: CCTV]
Der emotionale Höhepunkt des Abends war die feierliche Illuminierung: Unter dem Applaus der Gäste erstrahlte der Hamburger Yu-Garten – das steinerne Symbol der Partnerschaft – in leuchtendem Rot.
[Foto: CCTV]
Mehrere deutsche Medien, darunter der Nachrichtensender n-tv und der lokale Sender Hamburg DIREKT, waren bei der Veranstaltung präsent und berichteten ausführlich über das kulturelle Highlight an der Elbe.
Die Partnerschaft mit Hamburg ist derzeit eine der dynamischsten Städtepartnerschaften Shanghais, das insgesamt 96 internationale Partnerstädte hat. Die beiden Metropolen unterhalten freundschaftliche Beziehungen und eine pragmatische Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen wie Wirtschaft, Handel, Finanzen, Hafenwesen, Kultur, Kunst, Bildung sowie wissenschaftlicher und technologischer Innovation. Der Hamburger Yu-Garten an der Feldbrunnenstraße, ein angepasster Nachbau des berühmten Originals mit dem Teehaus „Huxinting“ (Inselpavillon) und der Zickzackbrücke aus Shanghai, ist somit weit mehr als eine Sehenswürdigkeit: Seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 dient er als lebendiges Zentrum für den kulturellen Dialog und als Schaufenster fernöstlicher Ästhetik inmitten der Hansestadt.
Ein Beitrag von Yuyuan Inc.