Deutscher Torwart im Shanghaier Community-Fußball

german.shanghai.gov.cn| 2026-08-11

Beim Training des „Straßen-Supercup“-Teams in Xinjiangwancheng in Shanghai sieht man häufig einen großen deutschen Torhüter. Er heißt Stephan G., trägt die Trikotnummer 22 und stammt aus Hamburg. Heute gehört er einer Fußballmannschaft aus der Nachbarschaft an. Sein Sohn Zhao Yingze ist ebenfalls ein begeisterter junger Fußballspieler und trainiert häufig am Spielfeldrand.

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Das Foto zeigt den deutschen Torwart Stephan G. [Foto von China News Service]

​Stephan begann im Alter von sechs Jahren mit dem Fußballspielen und wechselte mit zwölf Jahren in einen Fußballverein in seiner Heimatstadt. In seiner Jugend träumte er davon, Profifußballer zu werden; wegen einer Verletzung konnte er diesen Traum jedoch nicht verwirklichen, doch der Fußball hat ihn nie losgelassen. Im Jahr 2007 kam er nach Shanghai, wo er seine spätere Ehefrau, Frau Zhao, kennenlernte. Heute lebt die Familie gemeinsam in Shanghai.

Vor zwei Jahren schloss sich Stephan – auf Einladung des Trainers Zhu Jiefeng – der Fußballmannschaft „Shangpu Mingdi“ an und vertritt nun Xinjiangwancheng bei den Auswahlspielen des „Straßen-Supercups“. Mit zunehmendem Alter wechselte er von anderen Positionen ins Tor. „Jüngere Spieler sind beweglicher, deshalb habe ich mich für das Tor entschieden“, sagt er. Seiner Meinung nach trägt ein Torhüter große Verantwortung: Er müsse konzentriert sein und alles daransetzen, Fehler zu vermeiden.

Der Community-Fußball in Shanghai kommt ihm neu und ungewohnt vor. In Deutschland ist der Fußball meist in kleinen Stadtvereinen verankert; Wochenendspiele und ein ganzjähriges Training sind die Regel. In Shanghai hingegen ist der Fußball stärker in den Alltag der Gemeinschaft eingebunden, wobei sich Nachbarn und Freunde aus gemeinsamem Interesse treffen. Stephan sagt, die Spielerinnen und Spieler kämen aus unterschiedlichen Ländern und seien durch ihre Liebe zum Fußball zusammengeführt worden.

Fußball verbindet auch die Familie. Auch seine Ehefrau Zhao engagiert sich zunehmend im Team und übernimmt organisatorische und logistische Aufgaben. Sohn Zhao Yingze begann mit sieben Jahren, Fußball zu spielen, und trainiert im Wancheng-Verein; auch er spielt gern im Tor. Stephan scherzt, sein Sohn spiele besser, als er selbst in diesem Alter gespielt habe. Nach den Spielen gibt er dem Jungen Ratschläge und spricht ihm Mut zu.

Heute bereitet sich die „Straßen-Supercup“-Mannschaft aus Xinjiangwancheng intensiv auf den Wettkampf vor. Stephan räumt dem Spielergebnis durchaus Bedeutung ein, doch noch höher schätzt er das Gefühl, mit einer Gruppe gleichgesinnter Menschen gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Der Fußball, so sagt er, habe ihn sein ganzes Leben lang begleitet; vom deutschen Städtchen bis zum kommunalen Platz in Shanghai verbinde dieser Sport Menschen unterschiedlicher Herkunft und stehe zugleich für den Weg, auf dem er und seine Familie in der Fremde ein Gefühl von Zugehörigkeit gefunden haben.

 

 

Ein Beitrag von China News Service.