Wiener Staatsoper gastiert im Herbst 2028 in Shanghai
Am 19. Oktober unterzeichneten Li Ming, Präsident des Zentrums für das Internationale Kunstfestival China Shanghai (China Shanghai International Art Festival, CSIAF), und Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper, in Shanghai eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit. Darin verständigten sich beide Seiten auf ein Gastspiel der Wiener Staatsoper in Shanghai.
anlässlich der Eröffnung des 25. Internationalen Kunstfestivals China Shanghai und
des Shanghai Grand Opera House. [Foto: The Paper]
Geplant ist, im Herbst 2028 vollszenische Opernproduktionen aufzuführen. Damit wird die Wiener Staatsoper nach mehr als drei Jahrzehnten erstmals wieder mit vollszenischen Opernproduktionen nach China zurückkehren. An mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sind vielfältige Aufführungen und Veranstaltungen vorgesehen.
Am 17. Oktober wurden das 25. Internationale Kunstfestival China Shanghai (China Shanghai International Arts Festival) und das Shanghai Grand Opera House eröffnet. Im Laufe des folgenden Monats werden dort die drei Opernproduktionen „Tosca“, „Aida“ und „Der Rosenkavalier“ nacheinander präsentiert. Alle drei Produktionen erleben ihre jeweilige Asienpremiere in Shanghai, das zugleich ihre einzige Station in China ist.
Bei der Unterzeichnung berichtete Roščić, dass er sich den Bühnenaufbau für die Oper „Tosca“ angesehen habe, die am 22. und 24. Oktober im Roten Saal des Shanghai Grand Opera House aufgeführt wird. Die lebhaften Gespräche der Mitarbeitenden auf Italienisch hätten ihm das Gefühl vermittelt, wieder in einem Wiener Theater zu sein.
Mit Blick auf die künftige Zusammenarbeit zeigte er sich zuversichtlich: „Dies wird das erste Residenzgastspiel der Wiener Staatsoper in China sein. Wir danken dem Internationalen Kunstfestival China Shanghai herzlich für die freundliche Einladung und freuen uns sehr auf diese spannende Zusammenarbeit.“
Die 1869 eröffnete Wiener Staatsoper zählt zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt. Mit rund 150 Werken verfügt sie über eines der umfangreichsten Repertoires unter den heutigen Opernhäusern. Ihre Spielzeit dauert jährlich zehn Monate. Allein auf der Hauptbühne stehen bis zu 60 Opern- und Ballettwerke mit insgesamt rund 300 Vorstellungen auf dem Programm. Bemerkenswert ist zudem, dass die Mitglieder des Orchesters der Wiener Staatsoper zugleich Mitglieder der Wiener Philharmoniker sind.
Quelle: The Paper