„Bach-Nacht“ erklingt in der Shanghai Concert Hall

german.shanghai.gov.cn| 2026-07-09

Am Abend des 5. Juli begrüßte die Cadillac Shanghai Concert Hall nach zehn Jahren erneut Ton Koopman mit einem Bach-Programm.

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Ton Koopman spielt Bach auf dem Cembalo. [Foto: Shanghai Observer]

​Der über achtzigjährige niederländische Doyen der Alten Musik kehrte nach einem Jahrzehnt auf die Bühne der Shanghai Concert Hall zurück und leitete sein Amsterdam Baroque Orchestra mit 23 Musikern in originaler Barockbesetzung. Auf dem Programm stand ein Konzert ausschließlich mit Werken von Bach. Dieses Konzert bildete zugleich den Abschluss der ersten Jahreshälfte des Spielplans 2026 der Shanghai Concert Hall.

Koopman gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der historischen Aufführungspraxis. Er studierte bei Gustav Leonhardt, einem Pionier der Bewegung für Alte Musik, und ist ein herausragender Organist und Cembalist. Er wurde mit dem Leipziger Bach-Preis ausgezeichnet. 1979 gründete er das Amsterdam Baroque Orchestra, das konsequent auf historischen Instrumenten spielt, um den ursprünglichen Klang Bachs möglichst authentisch wiederzugeben. Koopman und sein Orchester gelten als „lebende Legenden“ der Alte-Musik-Szene.

Bereits 2016 war Koopman mit seinem Orchester und einem Bach-Programm erstmals in der Shanghai Concert Hall aufgetreten. Bei seiner Rückkehr zehn Jahre später spielte er selbst Cembalo und dirigierte zugleich, um die vielfältigen Facetten von Bachs Schaffen zu präsentieren. Er sagte einmal: „Bach liebt die Vielfalt, und unsere Aufgabe ist es, dem Publikum die verschiedenen Facetten seiner Musik nahezubringen.“

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Ton Koopman und sein Amsterdam Baroque Orchestra musizieren. [Foto: Shanghai Observer]

​Das Programm umfasste Bachs Brandenburgische Konzerte Nr. 1–3, die als Musterbeispiele barocker Konzertkunst gelten. Die Einspielung dieser Werke durch das Orchester wurde vom Magazin „Gramophone“ in die Liste der „50 größten Bach-Aufnahmen aller Zeiten“ aufgenommen und für ihren „transparenten Klang historischer Instrumente und Klarheit ihrer Satzstrukturen“ gelobt.

Darüber hinaus erklangen die Orchestersuite Nr. 1 in C-Dur (BWV 1066) sowie die Sinfonia der Kantate „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ (BWV 42), die Bachs Bandbreite von höfischer Tanzmusik bis hin zu geistlicher Tiefe verdeutlichten.

 

 

Ein Beitrag von Shanghai Observer.