Shanghaier Museum präsentiert 2026 insgesamt 18 große Ausstellungen
In diesem Jahr wird das Shanghaier Museum am Standort am Volksplatz und im neuen Ostflügel 12 neue Ausstellungen präsentieren. Dazu kommen eine weitere im Ausland, in Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie 5 fortlaufende Ausstellungen.
Der Museumsdirektor Chu Xiaobo betonte, dass diese Sonderausstellungen durch eine außergewöhnlich hochwertige und zugleich vielfältige Auswahl geprägt seien. Die Themen spannten einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und vereinten östliche wie westliche Perspektiven.
Mit diesem vielschichtigen kulturellen Ausdruck strebt das Museum an, ein multidimensionales Bild menschlicher Zivilisation zu entfalten. Es möchte den Besuchern damit fortwährend ein einzigartiges kulturelles Erlebnis bieten, eine Synthese aus Kunst, Geschichte und Imagination.
Das Shanghaier Museum kündigte an, dass 2026 zum Jahreswechsel eine weitere ikonische Ausstellung rund um antike Weltzivilisationen präsentiert wird: „Am Gipfel des Weltenbaums: Eine große Ausstellung zur antiken Zivilisation Amerikas“. Es handelt sich dabei um die sechste Großausstellung der Kunstreihe „Dialog mit der Welt“.
Auf dem Bild befindet sich ein Exponat, das für die Ausstellung geplant ist.
[Foto mit freundlicher Genehmigung vom Shanghaier Museum]
Das Shanghaier Museum am Volksplatz wird erstmals die gesamte Ausstellungsfläche von 6.000 Quadratmetern für ein einheitliches Ausstellungs-IP freimachen. Parallel dazu werden dort zwei immersive Erlebniswelten präsentiert: „Dschungel-Expedition: Das große Maya-Abenteuer“ und „Überflug über Machu Picchu: Eine Reise zu den Inkas in den Wolken“.
Das Shanghaier Museum wird diese VR-Erlebnisse in Zusammenarbeit mit führenden nationalen Produktionsteams realisieren. Die VR-Erfahrungen werden ein integraler Bestandteil der großen Ausstellung zur antiken Zivilisation Amerikas sein und die Besucher auf eine zeitlose Entdeckungsreise in die geheimnisvolle Welt der Inkas mitnehmen.
[Foto mit freundlicher Genehmigung vom Shanghaier Museum]
Ab Mitte März wird das Shanghaier Museum erstmals eine Ausstellung präsentieren, die sich der britischen Literatur widmet. Kooperationspartner ist die britische National Portrait Gallery, eine weltweit führende Institution der Porträtkunst. Die Ausstellung trägt den Titel „Von Shakespeare bis J. K. Rowling: Porträts und Spuren britischer Literaturgrößen“.
Zu den Exponaten zählen bedeutende Schätze wie das einzig erhaltene, zweifelsfrei authentische Porträt William Shakespeares aus seiner Lebenszeit und das Manuskript von Charles Dickens’ Meisterwerk „Große Erwartungen“. Außerdem umfasst die Sammlung eine von J. K. Rowling persönlich kommentierte und illustrierte Ausgabe von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ sowie Porträts und handschriftliche Dokumente von 82 weiteren literarischen Größen – darunter William Wordsworth, Jane Austen, die Brontë-Schwestern, Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle.
Die Ausstellung lädt die Besucher ein, 82 der beliebtesten Schriftsteller der britischen Literaturgeschichte vom 16. Jahrhundert bis heute kennenzulernen. Durch seltene Porträtgemälde und Fotografien, ergänzt durch wertvolle Bücher, Manuskripte, Briefe und andere Archivmaterialien, werden die schöpferischen Inspirationen, Erfolgswege und gesellschaftlichen Herausforderungen der Autoren lebendig.
Im neuen Ostflügel des Shanghaier Museums präsentieren die „Abteilung für chinesische Kalligrafie durch die Dynastien“ und die „Abteilung für chinesische Malerei durch die Dynastien“ gemeinsam eine außergewöhnliche Großausstellung chinesischer Schrift- und Bildkunst: „Großer Klang ist tonlos: Die Kunst des Bada Shanren zum 400. Geburtstag“. Für Liebhaber der chinesischen Kunst übertrifft diese Schau alle Erwartungen.
Nach Angaben des Museums umfasst die Anzahl der Werke Bada Shanrens, die für die Ausstellung zusammengetragen werden, beinahme das Zehnfache der Exponate in der Ausstellung „Gedenken zum 400. Geburtstag von Bada Shanren“, die parallel in der japanischen Hauptstadt Tokio stattfindet. Damit wird diese Ausstellung die größte je veranstaltete Bada-Shanren-Retrospektive weltweit sein.
[Foto mit freundlicher Genehmigung vom Shanghaier Museum]
Die Ausstellung wird etwa 180 Werke bzw. Werkkomplexe versammeln, die aus mehr als 20 Sammlungseinrichtungen stammen. Darunter befinden sich das Shanghaier Museum, der Kaiserpalast (Palastmuseum) in Beijing, das Metropolitan Museum of Art in New York, das Nelson-Atkins Museum of Art, das Tokyo National Museum in Japan, das Osaka City Museum of Fine Arts und viele weitere. Es ist das Bestreben der Organisatoren, den Besuchern damit nach der Großausstellung „Dong Qichang“ erneut ein global mobilisiertes Kunstfestival von höchstem Rang zu präsentieren.
Zum chinesischen Frühlingsfest blieben auch mehrere Sonderausstellungen des Museums geöffnet und begleiteten die Stadtbürger sowie Touristen durch ein kulturell bereicherndes Fest.
Ein Beitrag von Shanghai Observer.