Shanghai setzt ehrgeizige Ziele für grünen Wandel bis 2030
in Shanghai. [Foto: IC]
Shanghai hat am 10. September seine Ziele für die ökologische Entwicklung im Rahmen des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) veröffentlicht. Der Plan umfasst 18 Indikatoren in vier Bereichen: Umweltqualität, grüne Entwicklung, Umweltgovernance und ökologischer Schutz.
Dem Plan zufolge will Shanghai die durchschnittliche jährliche PM2,5-Konzentration bis 2030 weiter auf rund 25 Mikrogramm pro Kubikmeter senken, was einem Rückgang von rund 4 Prozent gegenüber dem während des 14. Fünfjahresplans (2021–2025) erreichten Niveau entspricht.
Shanghai wird zudem die stadtweite „Zero-Waste“-Initiative vorantreiben und einen „Zero-Waste-Index“ einführen. Die Recyclingsysteme für Elektroschrott, ausgemusterte Rotorblätter von Windkraftanlagen, Solarmodule und ausgediente Antriebsbatterien sollen weiter verbessert werden.
Dies werde die qualitativ hochwertige Entwicklung aufstrebender Branchen fördern, sagte Shi Chun, Chefingenieur des Amts für Ökologie und Umwelt der Stadt Shanghai.
Zur Bekämpfung der Lärmbelastung sieht der Plan für ausgewiesene Gebiete eine Quote von über 90 Prozent bei der Einhaltung der nächtlichen Lärmgrenzwerte vor.
Der städtische Personenverkehr wird ein wichtiger Bereich für den grünen Wandel der Stadt sein. Shanghai hält daran fest, dem öffentlichen Verkehr und dem nichtmotorisierten Verkehr Vorrang einzuräumen, und will den Anteil der grünen Mobilität im zentralen Stadtgebiet bei über 75 Prozent halten.
Im Bereich Verkehr und Logistik wird die Stadt den multimodalen Verkehr und die Expresszustellsysteme verbessern, die Transportstruktur optimieren und einen grünen und CO₂-armen Betrieb anstreben.
Bis 2030 soll der Anteil des Wasser-Wasser-Umschlags bei Containern 55 Prozent erreichen. Shanghai wird zudem die Struktur der Güterverkehrskorridore auf den Autobahnen optimieren und das Netz von Lade- und Batteriewechselanlagen für schwere Lastkraftwagen (Lkw) ausbauen. Zugleich sollen besonders emissionsstarke Diesel-Lkw ausgemustert und der Anteil von mittelschweren und schweren Lkw mit alternativen Antrieben erhöht werden.
Die Bunkerung und der Handel mit grünen Kraftstoffen sollen ausgebaut werden. Bis 2030 soll die Kapazität für die LNG-Bunkerung unter zollrechtlicher Aufsicht im Hafen von Shanghai das Niveau von einer Million Kubikmetern erreichen. Bei Methanol und Biokraftstoffen soll sie bis dahin voraussichtlich das Niveau von einer Million Tonnen erreichen.
Die Demonstrationszone für grüne und integrierte ökologische Entwicklung des Jangtse-Flussdeltas ist die erste provinzübergreifende Demonstrationszone dieser Art in China. Sie umfasst Teile Shanghais sowie der Provinzen Jiangsu und Zhejiang und wird in den kommenden fünf Jahren die Zusammenarbeit bei Umweltverträglichkeitsprüfungen, bei der Erstellung von Schnellberichten zu Kohlenstoffemissionen und bei der direkten Vernetzung von Überwachungsdaten vorantreiben.
Die Zone wird die überregionale Koordinierung stärken und zugleich einen koordinierten Mechanismus zur zonenbezogenen Umweltsteuerung einrichten. Gemeinsam sollen nationale Stationen zur Überwachung der ökologischen Qualität errichtet werden. Nationale Schwerpunktlabore für die Kontrolle der Wasserverschmutzung und das Recycling grüner Ressourcen sollen in den kommenden fünf Jahren in Betrieb genommen werden.
Mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, Kultur, Tourismus, Handel, Sport und Messewesen wird die Zone ihre ökologischen und kulturellen Ressourcen besser nutzen, die koordinierte Belebung historischer Wasserstädte fördern und gemeinsam kulturtouristische Angebote und Routen entwickeln. Zudem soll sie neue Geschäftsformate und Veranstaltungen fördern, darunter Privatunterkünfte, Wohnmobilstellplätze, naturbasierte Therapie und Wassersport.
Quelle: China Daily