Shanghai stellt Plan zur Stärkung der urbanen Resilienz und Sicherheit vor
Shanghai hat einen Fünfjahresplan veröffentlicht, der darlegt, wie die Stadt ihre urbane Resilienz und Sicherheit bis 2030 stärken wird. Bis dahin will Shanghai in diesem Bereich zu den führenden Städten Chinas und zu den Metropolen von Weltrang gehören.
Der Plan umfasst räumliche Resilienz, kritische Infrastruktur und Gebäudesicherheit, Risikoprävention, Notfallmaßnahmen, Beteiligung der Bevölkerung, technologiegestützte Governance und regionale Zusammenarbeit.
Besser zugängliche Unterstützung in Notfällen
Shanghai wird die bestehenden Notunterkünfte auf allen Ebenen im gesamten Stadtgebiet bewerten und standardisierte Ansätze für deren Ausbau erproben.
Außerdem werden in Servicezentren der Kommunistischen Partei und der Bevölkerung sowie in anderen Einrichtungen der Nachbarschaft vorübergehende Schutz- und Zufluchtsstellen eingerichtet. Diese Orte bieten Anwohnern, Besuchern, Lieferfahrern, Mitarbeitern der Stadtreinigung und anderen Personen in der Nähe während extremer Wetterlagen Möglichkeiten, Schutz zu suchen und sich auszuruhen.
Kleine Feuerwachen auf Ebene der Straßenviertel und Gemeinden werden zu Einrichtungen ausgebaut, die Funktionen des Notfallmanagements und der Brandbekämpfung miteinander verbinden.
Die Einwohner werden ermutigt, Sicherheitsrisiken über die Hotline 12345, die Meldeplattform Suishenpai und die Plattform Community Cloud zu melden. Auch Lieferfahrer und Kuriere sollen Gefahren melden, auf die sie entlang ihrer Routen stoßen.
Stärkere Infrastruktur und räumliche Resilienz
Der Plan sieht Verbesserungen der kritischen Infrastruktur vor, darunter Wasserversorgungssysteme, Stromnetze, die Öl- und Gasversorgung, Verkehrsanlagen und Kommunikationsnetze.
Shanghai wird öffentliche Infrastruktur entwickeln, die sowohl dem Alltag als auch Notfällen dient und bei Bedarf rasch für andere Zwecke genutzt werden kann.
Im Zentrum Shanghais wird die Stadt Flächen oberhalb des Bodens, auf Bodenniveau und unterirdisch flexibler für alltägliche Zwecke und Notfälle nutzen. Die Verteilung von Notfall-Versorgungsdepots, Rettungsstützpunkten, Schutzräumen und Einrichtungen der Feuerwehr und Rettungsdienste rund um die mittlere Ringstraße und die äußere Ringautobahn wird verbessert.
In wichtigen strategischen Gebieten werden resiliente Räume nach hohen Standards entwickelt. Dazu zählen das Internationale Zentrale Geschäftsviertel Shanghai Hongqiao und sein Umfeld, die Internationale Geschäftskooperationszone „Eastern Hub“ in Shanghai und ihr Umfeld, Grand NeoBay und sein Umfeld sowie der Großraum Wusong. Die fünf neuen Städte umfassen die Vorstadtzentren in Jiading, Songjiang, Qingpu, Fengxian und Nanhui. Nanhui liegt in der Pudong New Area und ist Teil der Lingang New Area. Diese Städte werden die Verteilung von Notunterkünften und Einrichtungen zur Versorgung mit lebenswichtigen Gütern verbessern, um sie sowohl für den Alltag als auch für Notfälle besser nutzen zu können.
Shanghai wird außerdem prüfen, wie großflächige ökologische Werftungen an Flussufern, Küsten und Buchten entwickelt, Feuchtgebiete und Uferbegrünung im Einzugsgebiet des Huangpu-Flusses wiederhergestellt und Wald- und Feuchtgebiete geschaffen werden können, die Regenwasser aufnehmen und zurückhalten.
Bessere Warnungen und Notfallmaßnahmen
Shanghai wird alle Phasen des Notfallmanagements stärken, von der Vorsorge über die Reaktion bis hin zur Wiederherstellung. Zu den Maßnahmen gehören praxisnahe und szenariobasierte Notfallpläne, häufigere und innovativere Übungen sowie verbesserte Fähigkeiten bei Notfallführung, Reaktion und Wiederherstellung.
Neue Technologien wie Big Data, das Internet der Dinge, Blockchain, künstliche Intelligenz und digitale Zwillinge werden die Risikoüberwachung und Frühwarnung, die Simulation und Analyse komplexer Szenarien sowie die Notfallführung unterstützen.
Auch die Zusammenarbeit im Jangtse-Flussdelta wird bei Notfallführung, Rettungseinsätzen und Notfallunterstützung gestärkt. Grenzüberschreitende Rettungs- und Evakuierungsrouten werden besser miteinander verbunden, damit Menschen und Hilfsgüter in Notfällen effizient transportiert werden können.
Quelle: Generalbüro der Shanghaier Volksregierung