Spitzenforscher aus aller Welt treffen sich in Shanghai

Zum 2026 World Laureates Forum werden ab morgen 33 Preisträger in Shanghai erwartet, darunter Nobelpreisträger sowie Träger des Turing-Preises, des Wolf-Preises und der Fields-Medaille.
Das Forum findet vom 30. Oktober bis zum 1. November in Shanghais Lingang New Area statt. Führende Wissenschaftler, Akademiemitglieder, Nachwuchswissenschaftler und Führungskräfte aus der Industrie kommen dort zusammen, um der Frage nachzugehen, wie Paradigmenwechsel die wissenschaftlichen Durchbrüche des kommenden Jahrzehnts prägen werden.
„Das diesjährige Forum richtet den Blick auf die neuesten weltweiten Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie und bringt führende Köpfe zusammen, um sich den großen Herausforderungen der Menschheit zu stellen“, erklärte Wu Xiaohua, Vorsitzender der World Laureates Foundation.
Wu zufolge stehen unter anderem künftige Forschungsparadigmen, technologische Wertschöpfungsketten, internationale Zusammenarbeit, Talententwicklung und Technologie-Governance auf der Agenda.
Bei der Eröffnungsfeier werden zwei Auszeichnungen verliehen: der World Laureates Foundation Prize in Computer Science or Mathematics (CSM) und der World Laureates Foundation Prize in Life Science or Medicine (LSM). Zudem verleihen die Organisatoren erstmals den neu geschaffenen WLF Prize for Young Scientists. Es handelt sich dabei um die erste Auszeichnung der Stiftung, die sich gezielt an Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase richtet.
Das dreitägige Programm umfasst sechs parallele Foren zu zentralen Themenfeldern: Halbleiter, Biomedizin, Informationstechnologie für die Luft- und Raumfahrt, künstliche Intelligenz (KI), Energie der Zukunft und Quantenwissenschaft.
Das Biomedizinforum widmet sich der Erforschung schwerer Hirnerkrankungen. Auf dem Programm stehen Sitzungen zu Alzheimer, Parkinson, Depressionen und translationaler Medizin.
Im Mittelpunkt der KI-Diskussion stehen Entwicklungen bei vertrauenswürdiger KI, Hochleistungsrechnen, KI-Chips und humanoider Robotik. Zugleich werden Herausforderungen der KI-Governance sowie Möglichkeiten zur Schaffung eines gerechten globalen Aufsichtsrahmens erörtert.
Beim Quantenwissenschaftsforum wollen Nobelpreisträger, Akademiemitglieder und Gründer von Technologieunternehmen zentrale Herausforderungen benennen, Wege zur praktischen Umsetzung ausloten und Markttrends bewerten. Dabei steht der zunehmende Übergang von Quantentechnologien aus der Laborforschung in industrielle Anwendungen im Mittelpunkt.
Weitere Programmpunkte umfassen KI-gestützte Innovationen in der Halbleitertechnik, Fortschritte in der Luft- und Raumfahrt zum Nutzen der Allgemeinheit sowie neue Ansätze für die Energiespeicherung und energieintensive Rechenzentren.
Quelle: China Daily