adidas-CEO: In Shanghai mit lokalen Talenten das beste Team aufbauen

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adidas-CEO Bjørn Gulden nimmt an der 38. Jahrestagung des Internationalen Beirats der
Wirtschaftsführer für den Bürgermeister von Shanghai (IBLAC) teil.
[Foto: Shanghai Observer]

​In diesem Jahr nahm der deutsche adidas-Konzern zum dritten Mal an der Jahrestagung des Internationalen Beirats der Wirtschaftsführer für den Bürgermeister von Shanghai (IBLAC) teil. Der Vorstandsvorsitzende Bjørn Gulden erklärte, er wolle diese Plattform nutzen, um mit der Stadtregierung von Shanghai ins Gespräch zu kommen, sich über die Zukunft der Stadt zu informieren und Entwicklungschancen zu nutzen.

Am 10. Oktober nahm Gulden an der feierlichen Spendenübergabe für den gemeinsam von der Fudan-Universität und adidas eingerichteten „Fonds für die Zukunft des Sports“ teil. Der Fonds wird den Bau eines Wassersportanlegers am Yuehu-See, einer multifunktionalen Sportstation und der Laufstrecke „Vitalität und Lauffreude“ auf dem Jiangwan-Campus der Fudan-Universität unterstützen. Gulden sagte, im kommenden Jahr werde adidas sein 30-jähriges Bestehen auf dem chinesischen Markt feiern. Das Unternehmen werde weiterhin in Innovation und Talentförderung investieren.

Gulden sagte, wann immer er in Shanghai Zeit habe, gehe er durch die Straßen und besuche Geschäfte. In den vergangenen Jahren habe er den Campus der Jiaotong-Universität Shanghai und adidas-Geschäfte besucht und im Xujiahui-Sportpark Fußball gespielt. Diese Erfahrungen hätten ihn darin bestärkt, dass die Entscheidung, Shanghai einen hohen Stellenwert einzuräumen, vollkommen richtig gewesen sei. Den Unternehmensangaben zufolge hat adidas in China bereits 13 Quartale in Folge ein „qualitativ hochwertiges Wachstum“ verzeichnet.

Im vierten Quartal dieses Jahres wird die neue Zentrale von adidas für Greater China im West Bund in Xuhui eröffnet. Gulden sagte, der West Bund erfülle alle seine Erwartungen an die neue Zentrale. Die Standortwahl sei vom lokalen Team getroffen worden. Für den Erfolg eines Unternehmens in China sei es besonders wichtig, dem lokalen Team mehr Entscheidungsbefugnisse für das Geschäft in China zu übertragen. Welche Vorlieben und welchen Kleidungsstil chinesische Verbraucher hätten, könne die deutsche Zentrale nicht aus der Ferne beurteilen.

Als Beispiel nannte er die vom Kreativzentrum in Shanghai entwickelte Kollektion von Tang-Jacken im modernen chinesischen Stil sowie die adidas-Originals-Kollektion für Haustiere. Beide seien bei chinesischen Verbrauchern beliebt und auch auf internationalen Märkten erfolgreich. In Nordamerika beispielsweise seien 12.000 Jacken im modernen chinesischen Stil nur 27 Minuten nach Beginn des Onlineverkaufs ausverkauft gewesen.

Gulden sagte, er habe bei der letztjährigen IBLAC-Sitzung erfahren, dass die Fußballliga der Provinz Jiangsu („Suchao“) landesweit große Aufmerksamkeit auf sich ziehe. Bei der diesjährigen IBLAC-Tagung habe er Shanghai vorgeschlagen, „eine weltweit führende Stadt voller emotionaler Energie zu schaffen“. Die Austragung der Olympic Qualifier Series für die Olympischen Spiele 2028 im West Bund in Xuhui soll als Gelegenheit genutzt werden, den Sport zu einem Bindeglied zu machen, das die Vitalität der Stadt nachhaltig stärkt. Europäischen Unternehmen, die nach China kommen, riet er, mit lokalen Talenten das beste Team aufzubauen und diesem volles Vertrauen zu schenken.

 

 

Quelle: Shanghai Observer