38. IBLAC-Treffen: Innovation im Dienstleistungssektor und globale Zusammenarbeit im Fokus

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Das 38. Treffen des Internationalen Beirats der Wirtschaftsführer für den Bürgermeister von Shanghai (IBLAC) ist derzeit in vollem Gange. Im Mittelpunkt der Tagung steht das Thema „Förderung der innovativen Entwicklung des Dienstleistungssektors in Shanghai“. Seit dem letzten IBLAC-Treffen haben mehr als 20 Mitgliedsunternehmen konkrete zusätzliche Investitionsvorhaben in Shanghai angekündigt. Während chinesische Unternehmen ihre Expansion ins Ausland vorantreiben, suchen multinationale Konzerne in Shanghai nach neuen Kooperationsmöglichkeiten.

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Das Foto zeigt das 37. IBLAC-Treffen im vergangenen Jahr. [Foto: Shanghai Observer]

​Chinesische Unternehmen bei ihrer Internationalisierung unterstützen

Ein Schwerpunkt des diesjährigen IBLAC-Treffens ist die Frage, wie chinesische Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte unterstützt werden können. Tan Su Shan, CEO der DBS Group, erklärte, die DBS Bank könne chinesische Unternehmen in Bereichen wie Fintech, grenzüberschreitenden Renminbi-Geschäften, regionaler Vernetzung und nachhaltiger Finanzierung unterstützen. Tan Limin, Vorstandsvorsitzender von Westwell, möchte die IBLAC-Plattform nutzen, um von internationalen Unternehmen zu lernen, wie sie global operieren, grenzüberschreitende Compliance-Anforderungen erfüllen und interkulturelles Management gestalten.

Die Zusammenarbeit zwischen multinationalen Konzernen und Unternehmen aus Shanghai erstreckt sich bereits auf verschiedene Bereiche. Im Juli besuchte Miguel López, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp, das Unternehmen UniDT. Im Gespräch ging es darum, wie sich künstliche Intelligenz in der industriellen Produktion einsetzen lässt. Auch Marcus Wallenberg, Verwaltungsratsvorsitzender der schwedischen Bank SEB, besuchte das Forschungs- und Entwicklungszentrum der XPENG Group in Shanghai. Beide Seiten tauschten sich über die Marktchancen chinesischer Fahrzeuge mit intelligenten Funktionen in Europa und die internationale Anwendung autonomer Fahrtechnologien aus.

KI rückt in den Fokus

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein zentrales Thema des diesjährigen IBLAC-Treffens. Die begleitenden Veranstaltungen stehen im Zeichen neuer Dienstleistungen, neuen Designs, neuer Einzelhandelskonzepte und neuer Konsumformen. Im Rahmen des Programms besuchen internationale Wirtschaftsführer die Fuxing-Insel, um Einblicke in die Entwicklung von KI-Anwendungen und kreativem Design in Shanghai zu gewinnen.

Die IBLAC-Mitgliedsunternehmen prüfen ebenfalls konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI. ABB schlägt den Aufbau eines „KI + Energie“-Systems vor. Novartis regt an, in Wohnvierteln ein Modell für das Management erhöhter Blutfettwerte nach dem Prinzip „Hausarzt + KI“ zu erproben. AGIBOT lotet gemeinsam mit mehreren IBLAC-Mitgliedsunternehmen aus, wie verkörperte Intelligenz in Anwendungsbereichen wie dem industriellen Materialtransport und der Sortierung in der Logistik eingesetzt werden kann.

Von internationalen Erfahrungen zur „Shanghai-Lösung“

Die Rolle des IBLAC hat sich im Laufe der Jahre schrittweise erweitert: Neben dem Einbringen internationaler Erfahrungen gewinnt zunehmend auch die Vermittlung von Shanghais eigenen Entwicklungserfahrungen an Bedeutung. Mark Greeven, Professor an der IMD Business School in der Schweiz, betont, dass Innovation nicht allein von einzelnen technologischen Durchbrüchen abhänge. Entscheidend sei vielmehr, Grundlagenforschung, ingenieurtechnische Praxis und kommerzielle Anwendungen miteinander zu verbinden.

Bei der Gewinnung ausländischer Investitionen plant Boehringer Ingelheim, in Zhangjiang ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum einzurichten. Zur Unterstützung der Internationalisierung chinesischer Unternehmen möchte Vale Shanghai dabei unterstützen, als Brücke zwischen China, Brasilien und weiteren lateinamerikanischen Märkten zu fungieren. Diese Beispiele zeigen, wie Shanghai internationale Ressourcen mit der Entwicklung vor Ort verbindet. Dabei reicht das Spektrum von der Gewinnung internationaler Forschungs- und Entwicklungsressourcen bis zur Vernetzung mit globalen Märkten.

 

 

Quelle: Shanghai Observer