70 Jahre TCM-Universität Shanghai: Bildungskooperation mit Deutschland im Fokus

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Die Shanghai Universität für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) arbeitet mit der Universität Hamburg an einem dreijährigen Masterprogramm – das erste seiner Art in der EU für schulmedizinisch ausgebildete Ärzte. Chinesische und deutsche Lehrkräfte betreuen die Studierenden gemeinsam. Unterricht in Hamburg und klinische Hospitationen in Shanghai führen zum Masterabschluss nach den Anforderungen der Shanghaier Universität. Mehrere Ärzte haben bereits einen Masterabschluss in Akupunktur, Tuina, integrativer chinesisch-westlicher Medizin sowie Innerer Medizin der TCM erworben.

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Das Foto zeigt den Hauptbau des Gebäudekomplexes für die internationale Standardisierung der Shanghai Universität für Traditionelle Chinesische Medizin. [Foto: Shanghai Observer]

​Am 28. Oktober feierte die Universität ihr 70-jähriges Bestehen. Sie startete ein Förderprogramm für herausragende TCM-Nachwuchskräfte und veröffentlichte die internationalen TCM-Standards für 2026. Zudem eröffnete sie ein Institut für strategische Forschung zur globalen TCM-Entwicklung, das auch die Shanghaier Stadtregierung bei Entscheidungen berät.

Die Hochschule zählt zu den im Rahmen der chinesischen Double-First-Class-Initiative geförderten Universitäten und baut ihre internationale Lehre aus. Ende 2025 hatte sie 3.168 internationale Studierende aus 73 Ländern und Regionen: 1.595 in Kurzzeit- und 1.573 in längerfristigen Programmen. Rund 23 Prozent waren in Bachelorstudiengängen eingeschrieben, 307 in weiterführenden Studiengängen.

Am selben Tag wurde der „Shanghaier Konsens zur Öffnung der TCM-Ausbildung auf hohem Niveau“ verabschiedet. Auch ein internationaler TCM-Fortbildungskurs zur Schmerzbehandlung für medizinische Fachkräfte aus Ländern der Seidenstraßeninitiative begann. Er ist Teil des Weiterbildungsprogramms 2026 für schulmedizinisch ausgebildete Ärzte, die TCM erlernen. Laut Prof. Ji Guang, dem Präsidenten der TCM-Universität, bietet die Hochschule seit 1987 Bachelorstudiengänge für internationale Studierende an. Frühe und intensive klinische Praxis stärkt ihre Diagnose- und Behandlungskompetenz. Die seit 1975 angebotenen internationalen Akupunkturkurse haben in diesem Jahr bereits ihre 331. Auflage erreicht. Sie haben bislang nahezu 10.000 Akupunkteure aus aller Welt ausgebildet.

Ji bezeichnete die traditionelle Medizin als wichtige Ressource für die globale Gesundheitspolitik und -versorgung. Die Universität wolle mit Shanghai als Zentrum und Bildung als Bindeglied die internationale Verbreitung der TCM vorantreiben.

 

 

Quelle: Shanghai Observer