Ehemaliger deutscher Bundestagspräsident besucht Tongji-Universität

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Am Montag hat der ehemalige deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert einen Besuch an der Tongji-Universität abgestattet. Dieser 77-Jährige war auf Einladung der Chinesischen Volksvereinigung für Freundschaft mit dem Ausland zu Gast.

Yang Jinlong, Rektor der Tongji-Universität, empfing Lammert und seine Mitreisenden. Im Anschluss fand am Zentrum für Deutschlandstudien der Universität ein Austausch zum Thema „Die Zukunft der deutsch-chinesischen Beziehungen“ mit Forschern und Hochschulvertretern statt.

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Zheng Chunrong, Leiter des Zentrums für Deutschlandstudien der Tongji-Universität, hält eine Begrüßungsansprache. [Foto mit freudlicher Genehmigung der Tongji-Universität]

​Professor Zheng Chunrong, Leiter des Zentrums für Deutschlandstudien der Tongji-Universität, moderierte das Symposium und hielt eine Begrüßungsansprache. In seiner Rede gab er einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Zentrums und stellte insbesondere die über ein Jahrzehnt währende vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung heraus.

Er betonte, dass die chinesisch-europäischen Beziehungen auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken könnten und nun an einem neuen historischen Wendepunkt stünden. Deutschland und China sollten sich verstärkt dafür einsetzen, einen bedeutenderen Beitrag zur langfristigen und gesunden Entwicklung der chinesisch-europäischen Beziehungen zu leisten.

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Norbert Lammert hält das Hauptreferat. [Foto mit freundlicher Genehmigung der Tongji-Universität]

​Anschließend hielt der 77-jährige Deutsche das Hauptreferat. Er machte deutlich, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung eine wichtige Brücke zwischen Wissenschaft, Politik und internationalem Austausch sei. Sie arbeite aktiv mit lokalen Partnern zusammen, um Austausch-, Kommunikations- und Dialogplattformen zu schaffen, gestützt auf ihr umfassendes Netzwerk internationaler Kooperationen.

Er betonte, dass sich seit dem Eintritt in das 21. Jahrhundert die globalen geopolitischen, wirtschaftlichen und technologischen Strukturen tiefgreifend veränderten. Das Aufstreben des Globalen Südens und neue Kooperationsformen gestalteten die traditionelle, westlich dominierte Weltordnung neu.

Anschließend analysierte Lammert eingehend den Hintergrund des Konzepts der „Zeitenwende“ sowie die jüngste Entwicklung der deutschen Chinapolitik.

Am Ende der Veranstaltung tauschten sich Lammert und seine Mitreisenden mit den anwesenden Experten intensiv über Themen wie den deutsch-chinesischen Jugendaustausch, die Bildungskooperation und die China-Kompetenz in Deutschland aus.

 

 

Ein Beitrag der Tongji-Universität.