Shanghais BIP wächst in ersten drei Quartalen um 5,5%

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Humanoide Roboter sortieren Gegenstände an einem Messestand während der Weltkonferenz
für Künstliche Intelligenz 2026 (World Artificial Intelligence Conference). [Foto: IC]

​Shanghais Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichte in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 4,33 Billionen Yuan (ca. 648,87 Milliarden US-Dollar). Preisbereinigt entspricht dies einem Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Wirtschaftsentwicklung fiel besser aus als erwartet. Dazu trug die Verlagerung hin zu neuen Wachstumstreibern bei, darunter integrierte Schaltkreise, künstliche Intelligenz sowie Informationsdienstleistungen und unternehmensnahe Dienstleistungen.

Neue Wachstumstreiber

In den ersten drei Quartalen stieg die Wertschöpfung des sekundären Sektors um 4,6 Prozent, während die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent zunahm.

Der Produktionswert der etablierten Bereiche der fortschrittlichen Fertigung, darunter die Herstellung von Schienenfahrzeugen, Schiffen, Luft- und Raumfahrzeugen sowie anderen Transportmitteln, stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,3 Prozent. Die Produktionswerte der drei Pionierbranchen – integrierte Schaltkreise, künstliche Intelligenz und Biomedizin – stiegen um 23,4 Prozent, 24,8 Prozent beziehungsweise 7,9 Prozent.

Die Branche für integrierte Schaltkreise zählt zu den drei Pionierbranchen Shanghais. Ihre Anfänge reichen drei Jahrzehnte zurück, als in der Pudong New Area die erste Produktionslinie für 8-Zoll-Chips auf dem chinesischen Festland eingerichtet wurde.

Heute sind rund 40 Prozent der chinesischen Fachkräfte im Bereich integrierter Schaltkreise und nahezu die Hälfte der Innovationsressourcen des Landes in diesem Bereich in Shanghai konzentriert.

Neues Wachstum im Dienstleistungssektor

Die Wertschöpfung des tertiären Sektors nahm um 5,7 Prozent zu. Nach Branchen aufgeschlüsselt betrug der Zuwachs der Wertschöpfung im Finanzwesen 9,5 Prozent, in den Bereichen Informationsübertragung, Software und IT-Dienstleistungen 8,9 Prozent, in den Bereichen Verkehr, Lagerhaltung und Postdienstleistungen 6,5 Prozent sowie bei Leasing- und Unternehmensdienstleistungen 5,7 Prozent.

Informationsdienstleistungen gewinnen an Dynamik, angetrieben durch das Design integrierter Schaltkreise und von Dienstleistungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Auch unternehmensnahe Dienstleistungen, darunter Werbung, Personaldienstleistungen und Rechtsberatung, verzeichneten ein starkes Umsatzwachstum. Immer mehr Fertigungsunternehmen benötigen bei der Ausweitung ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit Rechts-, Finanz- und Beratungsdienstleistungen. Technologieunternehmen wiederum fragen Dienstleistungen rund um Patente und die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen nach.

Neue Chancen auf der Nachfrageseite

Investitionen fließen zunehmend in die Industrie und in Hochtechnologiebranchen. Shanghais Anlageinvestitionen stiegen in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent. Die Industrieinvestitionen legten um 21,9 Prozent und die Investitionen in Hochtechnologiebranchen um 30,6 Prozent zu.

Auf der Konsumseite stiegen die Umsätze in den Bereichen Kultur, Sport und Unterhaltung in den ersten drei Quartalen um 13,1 Prozent. Die Zahl der Ankünfte internationaler Reisender nahm in den ersten acht Monaten um 27,8 Prozent zu.

Der Außenhandel mit Waren erreichte einen neuen Höchststand und legte in den ersten drei Quartalen um 17,9 Prozent zu. Die Exporte von Hochtechnologieprodukten wuchsen rasch und machten nahezu 30 Prozent der gesamten Warenexporte aus.

 

 

Quelle: Shanghai Observer