Chinesisch-deutsche Koproduktion „Die Zauberflöte“ in Shanghai
Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ – ein strahlendes Vermächtnis aus seinem letzten Lebensjahr und zugleich ein Meisterwerk der deutschen Operngeschichte. Die Koproduktion von „Die Zauberflöte“ der Musikhochschule Shanghai (Shanghai Conservatory of Music, SHCM) und der Hochschule für Musik Freiburg wird vom 9. bis 12. April im Opernhaus des SHCM zu sehen sein. Sie bildet den feierlichen Abschluss des diesjährigen Internationalen Musikfestivals „Shanghai Spring“.
[Foto: The Paper]
Bei „Die Zauberflöte“ fungieren die beiden Rektoren der chinesischen und deutschen Hochschule, Liao Changyong und Ludwig Holtmeier, gemeinsam als künstlerische Leiter. Zudem wurden der Professor der Hochschule für Musik Freiburg, Alexander Schulin, als Regisseur und Marius Stieghorst als Dirigent eingeladen.
Die Aufführung wird von internationalen jungen Sängern gemeinsam mit Lehrern und Studenten des SHCM gestaltet. Der Chor des SHCM übernimmt die Chorpartien. Während der Winterferien widmeten sich die Lehrkraft und Studenten intensiven Proben für „Die Zauberflöte“ und tauschten eng sich mit dem deutschen Team aus. Mitte März traf das deutsche Team in Shanghai ein und leitet derzeit die szenischen Proben mit den Darstellern.
Das Foto gibt einen Einblick in die Probenarbeit. [Foto: The Paper]
„Die Zauberflöte“ ist mehr als ein Märchen, denn sie vereint Philosophie und Volkshumor in einem: Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht entsandt, erkennt unter Sarastros Führung den Trug und besteht die Prüfungen, während Papageno die heitere Note einbringt. Mozarts Musik schenkt jeder Figur eine eigene Stimme, besonders die Arien Taminos und Paminas strahlen die Reinheit und Stärke der jungen Liebe aus.
„Schon zu Beginn der Proben war ich von ihnen begeistert.“ Regisseur Alexander Schulin gestand, dass er bereits beim ersten Hören der Studenten ihre fundierte musikalische Ausbildung wahrnahm. Sowohl die Zusammenarbeit untereinander als auch die Präzision im Chorgesang seien hervorragend gewesen.
Die Studenten sind gut ausgebildet und bestens vorbereitet. „Am Anfang hatte ich Bedenken und dachte, dass manche grundlegenden Dinge Zeit zur Anpassung brauchen würden. Aber wider Erwarten waren sie bereits exzellent vorbereitet. Ihr gesangliches Niveau ist sehr hoch, sie sind aufgeschlossen und haben ein gutes Gespür fürs Zuhören. Unsere Zusammenarbeit gleicht einem Tischtennisspiel: Ich teile meine Ideen und Erfahrungen mit, und sie bringen aktiv ihr eigenes Verständnis ein. Die Proben verlaufen reibungslos.“
Schulin ergänzte, dass die Inszenierung von „Die Zauberflöte“ sowohl traditionelle als auch moderne Elemente vereine. Die Kostüme würden in relativ traditionellem Stil gehalten, während bei der Bewegungsregie der Darsteller und der Umsetzung der Gesamtkonzeption moderne Akzente gesetzt würden. Man bemühe sich, eine zeitgenössische Note zu vermitteln, die dem Alltag nahekomme, sodass dem Publikum die Figuren auf der Bühne vertraut und nah erscheinen.
Ein Beitrag von The Paper.