CIIE-Geschichten: Auf den Spuren der ersten Exponate rund um die Welt

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Die ersten Exponate für die 9. Internationale Importmesse Chinas (China International Import Expo, kurz: CIIE) haben nach ihrer Reise über die Weltmeere kürzlich China erreicht. Dazu gehört die hochwertige Werkzeugmaschine M35-G für die Komplettbearbeitung des österreichischen Unternehmens WFL Millturn Technologies. Anfang August trat die Maschine ihre Reise in Linz an, wurde auf dem Landweg zum Hamburger Hafen gebracht und dort auf ein Schiff verladen. Mitte Oktober traf sie im Shanghaier Tiefwasserhafen Yangshan ein. Im November wird sie auf der CIIE ihr Asien-Debüt feiern. Wir haben die Reise dieses Schwergewichts über die Meere bis zur CIIE verfolgt. Begleiten Sie uns!

Erster Satz: Aufbruch

Alles begann im Juni 2026: Anlässlich einer Werbeveranstaltung für die 9. CIIE in Wien besuchte eine Delegation der Messe das österreichische Unternehmen WFL Millturn Technologies. Die Unternehmensleitung zeigte vor Ort großes Interesse daran, mithilfe der CIIE ihre Präsenz auf dem chinesischen Markt auszubauen.

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​Mitarbeiter sind mit dem Transport und der Aufstellung großer Holzkisten beschäftigt. [Foto: CIIE]

​Nachdem das fabrikneue Dreh-Bohr-Fräszentrum M35-G MILLTURN verpackt und auf einen Lkw verladen worden war, machte es sich auf den Weg nach Shanghai. Damit begann die Reise der ersten Exponate für die 9. CIIE offiziell.

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​Am 7. August 2026 posieren Mitarbeitende in der Werkhalle am Hauptsitz von WFL Millturn Technologies
vor der Maschine, die in Kürze für die Ausstellung versandt werden soll. [Foto: CIIE]

​Die erste Etappe seiner Reise nach China legte das Schwergewicht auf der Straße zurück. Am 7. August 2026 verließ es Linz, durchquerte Deutschland in nordwestlicher Richtung und erreichte den Hamburger Hafen. Dort wurde es sicher im Laderaum eines Frachtschiffs verstaut und wartete auf die nächste Etappe. Mit Hamburg erreichte das österreichische Exponat zugleich eine Stadt, die seit 40 Jahren eine Partnerschaft mit Shanghai pflegt. 1986 hatten beide Städte ihre Partnerschaft offiziell besiegelt und damit ein erfolgreiches Kapitel der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene aufgeschlagen.

Am Vormittag des 25. August 2026 legte das Frachtschiff mit der M35-G unter dem Dröhnen seines Schiffshorns im Hamburger Hafen ab. Seine Reise führte über die Nordsee, am Ärmelkanal vorbei und über den Atlantik und den Indischen Ozean weiter nach Osten bis nach Shanghai. Dort wird die M35-G erstmals in Asien ausgestellt. Auch für ihren Hersteller, den österreichischen „Hidden Champion“ WFL, wird es die erste Teilnahme an der CIIE sein.

Zweiter Satz: Präzision und Können

WFL ist ein Werkzeugmaschinenhersteller, der auf die Entwicklung und Fertigung von Dreh-Bohr-Fräszentren spezialisiert ist. Seine Produkte kommen unter anderem in der Energie- und Antriebstechnik, im Schiffbau und in der Schwerindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz. Geschäftsführer Stefan Hackl erklärte, WFL sei seit mehr als 20 Jahren auf dem chinesischen Markt tätig und sei sich der bedeutenden Rolle Chinas in der globalen Fertigungsindustrie bewusst. Deshalb habe sich das Unternehmen entschieden, als neuer Aussteller mit einer Maschine an der CIIE teilzunehmen. Auf dieser internationalen Bühne wolle WFL seine Produkte präsentieren und zugleich weiteren chinesischen Unternehmen helfen, zentrale technische Engpässe bei der Bearbeitung komplexer Bauteile zu überwinden.

Hackl zufolge möchte WFL die CIIE nutzen, um an die zunehmend engere Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit beider Länder anzuknüpfen und die Entwicklungschancen auf dem chinesischen Markt umfassend wahrzunehmen. Das Asien-Debüt einer einzigen Werkzeugmaschine veranschaulicht so die vertiefte industrielle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

Dritter Satz: Freie Bahn

Wie gelangt eine schwere Präzisionswerkzeugmaschine aus Österreich reibungslos durch den chinesischen Zoll? Die CIIE hat ein ausgereiftes System von Erleichterungen geschaffen, das den Ausstellern organisatorische Lasten abnimmt. Diese unterstützenden Regelungen gaben WFL die nötige Sicherheit, eine schwere Maschine für ihre Asienpremiere über die Ozeane nach Shanghai transportieren zu lassen. Ihr Zollabfertigungsdokument veranschaulicht, was institutionelle Öffnung konkret bedeutet. Als die Maschine in Hamburg verladen wurde, stand hinter ihr das Vertrauen aus 40 Jahren deutsch-chinesischer Städtepartnerschaft. Vor ihr lag zugleich das Versprechen der CIIE, ihr auf dem gesamten Weg grünes Licht zu geben.

Vierter Satz: Miteinander

Der Ausstellungsbereich für technische Ausrüstung auf der 9. CIIE konzentriert sich auf künstliche Intelligenz, neue Materialien, kohlenstoffarme Energietechnologien, integrierte Schaltkreise und industrielle Automatisierung. Zu den Ausstellern gehören „Hidden Champions“ wie WFL aus Österreich.

2026 begehen China und Österreich den 55. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Seit mehr als einem halben Jahrhundert haben beide Länder im Geist des gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung und des beiderseitigen Nutzens einen freundschaftlichen Weg beschritten, der sie über Berge und Meere hinweg verbindet und Zusammenarbeit zum gemeinsamen Vorteil ermöglicht.

Wenn diese Maschine im „Kleeblatt“, dem Nationalen Ausstellungs- und Kongresszentrum in Shanghai, enthüllt wird, schlägt die CIIE eine Brücke zwischen Donau und Huangpu. Darin zeigt sich ein harmonisches Miteinander, in dem China und die Welt aufeinander zugehen und gemeinsam Wege zur Entwicklung suchen. Zugleich wird das Motto „Neue Ära, gemeinsame Zukunft“ auf ganz konkrete Weise Wirklichkeit!

 

 

Quelle: CIIE